Der Titan ist wieder da

Sport / 26.12.2019 • 23:02 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Am 1. Jänner beginnt für Oliver Kahn ein neues Kapitel in seiner Karriere.APA
Am 1. Jänner beginnt für Oliver Kahn ein neues Kapitel in seiner Karriere.APA

Oliver Kahn beginnt seine Arbeit im
Bayern-Vorstand.

München Mehr als ein Jahrzehnt nach dem letzten Einsatz im Bayern-Tor kehrt Oliver Kahn zurück zu dem Verein, dessen Mentalität – den unbedingten Siegeswillen – er verkörperte wie kein anderer. Am 1. Jänner beginnt „der Titan“ mit seiner Arbeit als neues Vorstandsmitglied des deutschen Rekordmeisters.

Neues Kapitel

Der 50-Jährige arbeitet künftig Tür an Tür mit der Führungsriege um Karl-Heinz Rummenigge. Ihn soll der dreimalige Welttorhüter Ende 2021 auch als Chef ablösen, so wurde es intern mit Rummenigge und Neo-Präsident Herbert Hainer abgesprochen. „Oliver wird seine Erfahrung als früherer Weltklassespieler und inzwischen auch top vernetzter Geschäftsmann einbringen. Er wird uns bereichern. Wir werden gut zusammenarbeiten“, zeigt sich Rummenigge zuversichtlich. Kahn hat sich akribisch auf die neue Position vorbereitet, er wolle die neue Aufgabe mit „Leidenschaft und Enthusiasmus“ angehen. Er soll sich in Ruhe einarbeiten können, einzelne Abteilungen durchlaufen, die Auslandsbüros in Shanghai und New York besuchen und seine sportliche Expertise einbringen. Parallel dazu wird Kahn auch noch laufende externe Verträge mit dem ZDF erfüllen.

Hohe Erwartungshaltung

Der Job ist kein leichter: Der FC Bayern hat über 1000 Mitarbeiter, setzt 750 Millionen Euro pro Jahr um, was zählt, ist nur der Erfolg. Zusammen mit Sportdirektor Hasan Salihamidzic muss Kahn das Bayern-Team der Zukunft formen. Eine Aufgabe, die ihm Rummenigge durchaus zutraut. Kahn sei auf dem Platz der Titan gewesen, „und Titan rostet nicht. Dementsprechend können wir uns auf einiges gefasst machen – oder die anderen 17 Vereine der Bundesliga“.

Bereits am 19. Jänner könnte der Rummel um die Personalie Kahn einen ersten Höhepunkt erfahren: Gleich zum Rückrundenstart treffen die Bayern auf Hertha BSC. Dort ist auf der Trainerbank ein gewisser Jürgen Klinsmann zu finden – welcher Kahn bei der Heim-WM 2006 zum zweiten Torhüter hinter Jens Lehmann degradiert hatte.

„Oliver Kahn war auf dem Spielfeld unser Titan. Und Titan rostet nicht.“