Hausherr Wolfurt ohne Glanz

Sport / 27.12.2019 • 23:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Hoch, Höher, Halbfinale . . .  die Hälfte der Halabfinalteilnehmer beim Hallenmasters steht fest. <span class="copyright">Knobel</span>
Hoch, Höher, Halbfinale . . . die Hälfte der Halabfinalteilnehmer beim Hallenmasters steht fest. Knobel

Gastgeberteam feiert beim Hallenmasters dennoch einen Gruppensieg.

wolfurt Für Gastgeber Wolfurt dürfte das Unterfangen, zum elften Mal in der Turniergeschichte die Endrunde zu erreichen, kein leichtes werden. Denn trotz des Gruppensieges wusste der Verein aus der VN.at-Eliteliga auf dem Parkett spielerisch noch nicht wirklich zu überzeugen. So konnten die Schützlinge von Joachim Baur ihre Begegnungen gegen die Underdogs Viktoria Bregenz (3:2), Thüringen (2:1 n.V.) und Sulzberg nur mit viel Mühe und jeweils einem Tor Differenz gewinnen. Zum Auftakt setzte es gegen Feldkirch in der Overtime sogar eine 0:1-Niederlage, Adem Kum versenkte dabei einen Freistoßkracher im Tor der Hofsteig-Elf. Ohne Benjamin Neubauer, Simon Mentin und Torjäger Aleksandar Umjenovic wird im Halbfinale eine erhebliche Leistungssteigerung vonnöten sein, um ein Ticket für den Finaltag zu lösen. Bei der Vorschlussrunde können die Wolfurter aber wieder auf Torgarantie Harun Erbek zurückgreifen, dieser kehrt zum Jahreswechsel aus seiner Heimat zurück.
Mit Feldkirch und Viktoria Bregenz gelang gleich zwei Ex-Champions der Einzug unter die besten 24 Mannschaften des Wolfurter Hallenmasters.

Große Überraschung

Für eine kleine Sensation sorgte am Abend dann ein Team aus dem Montafon, denn die SPG Großwalsertal gewann all ihre vier Spiele und zog souverän in das Halbfinale ein. Dabei feierte man sogar einen Erfolg über den VN.at-Eliteligaklub aus Lauterach. Mit 4:3 in der Verlängerung behielten das Team aus dem Skital die Oberhand. Erst im letzten Gruppenspiel wurde der letzte Aufsteiger fixiert. Auch da setzte man sich in der Verländerung durch, das glücklichere Team war die Admira.

Lustenauer Duell als Highlight

Gleich zu Beginn der Gruppe Fünf treffen heute in einer brisanten Partie die Austria-Amateure auf den FC Lustenau. Erst vor einer Woche hat dort Philipp Eisele (37) das Traineramt übernommen. Er ist beim ehemaligen Profiklub Rekordspieler, stand allerdings auch bei der Lustenauer Austria 98 Mal in der Startelf. „Etwas Schöneres, als mit einem Lustenauer Derby meine neue Aufgabe zu beginnen, gibt es nicht“, meint Eisele deshalb. Die Messlatte liegt für ihn in der Halle hoch: Im Vorjahr wurde der FC Lustenau beim Hallenmasters Dritter und holte sich sensationell den Sieg beim Harder Seehallencup.


Ebenfalls auf Ex-Klub Austria Lustenau trifft Daniel Dominikovic. Der 44-Jährige war für fünf Saisonen Coach der Amateure und hat nun in Hohenweiler (1. LK) das Sagen. Mit der Akademie (2007, 2003, 2001), Andelsbuch (2014), Egg (2010) und Titelverteidiger Alberschwende sind neben dem FC Lustenau (2000) am Wochenende weitere ehemalige Masters-Gewinner zu bestaunen. Zum Favoritenkreis zählen nicht nur die drei Wälderklubs, sondern auch Lochau: Die Leiblachtaler standen in den letzten vier Jahren stets in der Endrunde. VN-tk