Eishockey: Dornbirn überraschte auch Haie

Sport / 01.01.2020 • 23:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Emilio Romig (rechts) zeigte gegen Innsbruck viel Zug zum Tor. Der Stürmer verbuchte mit dem 1:0 in Überzahl seinen sechsten Saisontreffer für den Dornbirner EC.stiplovsek
Emilio Romig (rechts) zeigte gegen Innsbruck viel Zug zum Tor. Der Stürmer verbuchte mit dem 1:0 in Überzahl seinen sechsten Saisontreffer für den Dornbirner EC.stiplovsek

Bulldogs revanchierten sich mit 2:0-Sieg über Innsbruck für Schlappe am Stefanitag.

Dornbirn „Wenn mir nach dem Match in Innsbruck jemand gesagt hätte, dass wir die nächsten drei Spiele gewinnen, ich hätte wohl laut gelacht.“ Umso mehr freut sich Dornbirns Stürmer Emilio Romig, dass sich sein Team gegen die Tiroler mit 2:0 durchsetzen konnte. „Wir haben im ersten Drittel nicht so gut gespielt, aber dann hat es besser funktioniert. Ich freue mich über das Shut-out“, meinte DEC-Keeper Juha Järvenpää über sein erstes Bulldogs-Match ohne Gegentreffer. Der achte Punkt in Folge reduzierte zudem den Rückstand auf den vorletzten Platz. Der Abstand von acht Zählern auf die zehntplatzierten Haie war im Oktober zuletzt einstellig.

Kampfbetontes Derby

Während die Messestädter die 1:6-Klatsche im letzten Aufeinandertreffen als Weckruf verstanden hatten, schlitterten die Haie in ihren vergangenen beiden Spielen in eine Krise. Ein 0:7 gegen Bozen und ein 1:5 gegen Salzburg machten im 40. EBEL-Westderby das Tabellenschlusslicht zum leichten Favoriten. Die erste Chance im Spiel hatten die Gastgeber in der vierten Minute. William Rapuzzi kam im Slot frei zum Abschluss, doch HCI-Goalie Scott Darling verhinderte einen frühen Rückstand. Die Gäste hatten kurz danach durch Jan Lattner (4.) und John Lammers (7.) ihre ersten Einschussmöglichkeiten. Die beste Chance auf einen Haie-Treffer hatte der Letztgenannte in Minute elf. Nach einem Querpass war Järvenpää bereits geschlagen, doch Lammers lupfte die Scheibe knapp über das leere Gehäuse. Die Hausherren hielten sich mit ihren Offensivaktionen im Startdrittel zurück. In der 18. Minute tauchte Romig allein vor dem Innsbrucker Torhüter auf, doch Darling ließ sich nicht überraschen. Kurz vor dieser Aktion sorgte Jordan Subban für eine Schrecksekunde. Nach seinem Check blieb Innsbruck-Stürmer Jesper Thörnberg benommen liegen. Der Stürmer konnte nur mehr mit Unterstützung das Eis verlassen. Glücklicherweise war aber nicht mehr passiert, da Thörnberg im Mitteldrittel wieder mitspielte.

Abwehrarbeit stimmte

Innsbruck tat im Mitteldrittel mehr für die Offensive, doch es waren die Hausherren, die in der 31. Minute in Führung gingen. Im ersten DEC-Überzahlspiel des Abends brachte HCI-Torhüter Darling einen Schuss von Mikko Vainonen nicht unter Kontrolle. Romig reagierte blitzschnell und bugsierte die Scheibe zum 1:0 in die Maschen. Beinahe hätten die Messestädter kurz vor der Pause nachgelegt. In Unterzahl entwischte Rapuzzi den Tirolern. Sein Schuss prallte von Darlings Schulter in Richtung Tor, doch im letzten Moment verhinderte Michael Boivin den zweiten DEC-Treffer.
Dieser gelang den Gastgebern in der 44. Minute. Nach einem Fehlpass der Innsbrucker landete die Scheibe bei Tomi Körkkö. Der Finne nahm Maß und hämmerte die Scheibe exakt zum 2:0 unter die Querlatte. Es war zugleich der Endstand, da das Schlusslicht nur mehr wenig zuließ. ABR