VEU entlässt vor dem Derby gegen den EHC Coach Lefebvre

Sport / 01.01.2020 • 22:41 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Patrice Lefebvre hat nach fünf Monaten als VEU-Coach ausgedient.stiplovsek
Patrice Lefebvre hat nach fünf Monaten als VEU-Coach ausgedient.stiplovsek

Neue Trainerbank und alte Begeisterung.

Feldkirch Knalleffekt bei der VEU Feldkirch vor dem Vorarlberger Traditionsderby heute (19.30 Uhr) gegen den EHC Lustenau. Am ersten Tag des neues Jahres bekam Trainer Patrice Lefebvre vom Klub die Kündigung, im Lokalschlager heute (19.30 Uhr) gegen Lustenau werden Cotrainer Joni Puurula (37), Diethard Winzig (36) und Michael Lampert (47) die Betreuung der Mannschaft übernehmen. „Die Art und Weise, wie wir die letzten Spiele verloren haben, hat uns nicht gefallen“, begründet Manager Michael Lampert die Trennung. „Man kann ein Duell gegen Lustenau (Anm. 1:9) verlieren, auch gegen Pustertal (3:9). Aber nicht so, wie es passiert ist.“

Dem Spielplan treu bleiben

Die aktuelle Betreuung bezeichnet Lampert als Übergangslösung für die kommenden, intensiven Wochen. Parallel werden längerfristige Lösungen für die Funktion des Cheftrainers gesucht. Lefebvre war der achte Bandenchef bei der VEU in den vergangenen zehn Jahren.

Für Lampert ist damit an Motivation für die Mannschaft genug getan. „Wir erwarten auch 5000 Fans, es ist das erste Derby mit einem Zuschauerandrang dieser Art. Da muss man von Motivation nicht mehr reden.“ Das Rezept gegen Lustenau? „Wir müssen uns auf die eigenen Stärken konzentrieren, unserem Spielplan treu bleiben und ihn dementsprechend umsetzen.“ Für die VEU sind das Derby, aber auch die folgenden fünf Partien innerhalb von nur neun Tagen, im Kampf um einen der Top-sechs-Plätze wegweisend.

Feldkirch gewann das erste AHL-Derby dieser Saison gegen den EHC mit 3:2 nach Penaltys, verlor aber die beiden Duelle in der österreichischen Meisterschaft mit 3:7 und 1:9 recht deutlich. In der Liga taten sich Dylan Stanley und Kollegen zuletzt schwer, mussten gegen Sterzing, Fassa, den EC Bregenzerwald und Pustertal Federn lassen und hatten Mühe bei den Siegen gegen Gröden, Salzburg und KAC mit jeweils einem Tor Unterschied. Mit Robin Soudek fehlt in den Feldkircher Reihen der Top-Torschütze, Christian Jennes sollte demnächst wieder fit sein. In der Verteidigung sind Sven Grasböck und Patrick Stückler außer Gefecht, Santeri Saari, der alle finnischen Nachwuchs-Nationalteams durchlief, hilft wieder aus.

Ein Polster und eine Baustelle

Der EHC konnte in den vergangenen 13 Spielen nur einmal nicht voll punkten, feierte elf Siege. Für den aktuell vierten Platz gibt es zwar ein Polster, im Restprogramm warten aber auswärts mit Gröden, Zell, Jesenice und Laibach noch namhafte Kaliber. Zuletzt taten sich die Mannen von Christian Weber vor allem im Überzahlspiel schwer: In den vergangenen fünf Partien standen 17 Powerplays zur Verfügung, erfolgreich abgeschlossen wurde aber nur eines. Bei einer Quote von 17 Prozent (18 Tore bei 106 Versuchen) steht der EHC nur auf Platz 15, die VEU ist mit 25,5 Prozent (24/94) Fünfter.

Im Rahmenprogramm werden ein Legenden-Derby zwischen der VEU und dem EHC ab 16.30 Uhr, eine Tombola und ein Shoot-the-Puck-Spiel geboten.

„Die Art und Weise, wie wir die letzten Spiele verloren haben, hat uns nicht gefallen.“

Im Derby gibt es nichts geschenkt. Feldkirchs Kevin Puschnik (r.) und Lustenaus Jordan Pfennich haben heute wieder einiges abzuarbeiten.stiplovsek
Im Derby gibt es nichts geschenkt. Feldkirchs Kevin Puschnik (r.) und Lustenaus Jordan Pfennich haben heute wieder einiges abzuarbeiten.stiplovsek