Eishockey: Birnstill machte die VEU-Party perfekt

Sport / 02.01.2020 • 23:45 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Vorarlberger Derby vor sehr gut gefülltem Haus. 5056 Fans wollten in der Vorarlberghalle das Duell zwischen der VEU und dem EHC sehen. Stiplovsek
Vorarlberger Derby vor sehr gut gefülltem Haus. 5056 Fans wollten in der Vorarlberghalle das Duell zwischen der VEU und dem EHC sehen. Stiplovsek

VEU gewann das Vorarlberger Derby gegen den EHC vor mehr als 5000 Fans im Penaltyschießen 4:3.

Feldkirch Viel Spannung, am Ende Dramatik, 5056 Zuschauer. Das vierte Vorarlberger Saisonderby war eine gelungene Eishockeyparty. Mit dem 4:3-Erfolg im Penaltyschießen gegen den EHC Lustenau durfte vor allem der Hausherr zufrieden sein. „Mehr geht nicht“, meinte Michael Lampert, der zusammen mit Joni Puruula und Diethard Winzig nach der Trennung von Patrice Lefebvre die VEU coachte. „Volles Haus, Verlängerung, Penaltyschießen. Unser kleiner Kader hat alles gegeben, die Leistung war in Ordnung. Die Mannschaft hat sich an den Spielplan gehalten, wir hatten mit Alex Caffi einen guten Rückhalt im Tor und auch Glück.“ Lustenaus Christian Weber machte aus seinem Herzen keine Mördergrube: „Ich hätte natürlich gerne mehr gehabt. Wir haben sehr gutes, offensives, Eishockey gespielt, das Team hat umgesetzt, was ich verlangt habe. Wir waren 0:2 und 2:3 im Rückstand, haben den Pfosten getroffen, das leere Tor verfehlt. Wenn du die Tore nicht machst, dann bekommst du sie.“

Lustenau gab Ton an

Der EHC fand nach einer Trauerminute für den verstorbenen ehemaligen VEU-Trainer Miro Berek den besseren Einstieg ins Spiel, kam durch Martin Grabher Meier (4.), Ryan Gleen (7.), Chris D‘Alvise (8.) und Max Wilfan (9.) gleich zu gute n Möglichkeiten, ließ ein Überzahlspiel aus. Frederik Rasmussen (13.) und Glenn (18.) scheiterten mit weiteren Chancen an VEU-Torhüter Alex Caffi. Der Hausherr präsentierte sich dezent, beschäftige EHC-Goalie Rene Swette lediglich mit Weitschüssen durch Santeri Saari und Fabian Scholz.
Feldkirch ging dann mit mehr Elan den Mittelabschnitt an, verdiente sich im Powerplay durch Niklas Gehringer die 1:0-Führung (22.). Kevin Puschnik doppelte nach, fältsche einen Schuss von Dylan Stanley zum 2:0 (25.) ab. Das weckte die EHC-Geister, D‘Alvise (27.) versenkte den Puck mit einem Direktschuss zum 1:2 (27.) im VEU-Kasten. Die Sticker sündigten aber wieder im Powerplay, konnten eine doppelte Überzahlsituation nicht in Zählbares ummünzen. Weil auch Grabher Meier und Mark Hurtubise in Caffi ihren Meister fasnden, musste ein Weitschuss von Glenn für den Ausgleich zum 2:2 (40.) sorgen. Kurz vor Drittelende zeigte der VEU-Torhüter ein weiteres Mal gegen D‘Alvise sein Können.
Auch im Schlussabschnitt hatte Lustenau mehr vom Spiel, vor allem ein mehr an Chancen. Matic Jancar rettete auf der Linie nach einem Schuss von Frederik Rasmussen, später musste auch Scholz in extremis einen Gegentreffer verhindern. Ein Geniestreich von Steven Birnstill (48.) brachte Feldkirch zum dritten Mal die Führung, Dominic Haberl gelang aber nach einem Wechselfehler der VEU das 3:3 (52.)In der Overtime scheiterte Wilfan am Pfosten, D‘Alvise an Caffi, die VEU beschränkte sich auf wenig gefährliche Entlastungsangriffe. Brinstill verhalf mit seinem Treffer im Penaltyschießen seiner Mannschaft zum Zusatzpunkt.

Wälder verloren 2:3

Der EC Bregenzerwald hatte gegen den WSV Sterzing mehr vom Spiel und verdiente sich nach dem Südtiroler 1:0 (8.) durch Slater Doggett mit einem Doppelschlag innerhalb von 27 Sekunden in der 12. Minute durch Daniel Ban und Michael Rainer eine 2:1-Führung. Doggett (25.) gelang im Mitteldrittel der Ausgleich, Tommy Gschnitzer schockte die Mannen von Markus Juurikkala in der 51. Minute mit dem dritten Gegentreffer, der die 2:3-Niederlage bedeutete. do-ko