Meilingers harte Arbeit am Comeback für SCR Altach

Sport / 03.01.2020 • 15:30 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Am 18. August 2019 zog sich Marco Meilinger einen Schienbeinbruch zu. Aktuell befindet sich der gebürtige Salzburger auf dem Weg der Besserung und will im Frühjahr sein Comeback feiern.<span class="copyright">Gepa</span><p class="caption">
Am 18. August 2019 zog sich Marco Meilinger einen Schienbeinbruch zu. Aktuell befindet sich der gebürtige Salzburger auf dem Weg der Besserung und will im Frühjahr sein Comeback feiern.Gepa

SCR Altachs Offensivspieler Marco Meilinger ist nach seinem Schienbeinbruch auf dem Weg zurück. Ein Ende der Leidenszeit ist absehbar.

Markus Krautberger

Salzburg Genau 140 Tage ist es her, als sich Altachs Offensivspieler Marco Meilinger sein Schienbein gebrochen hat. Am 18. August 2019 beim Heimspiel gegen den TSV Hartberg (3:3) passierte dem 28-Jährigen das Malheur. „Es war von Start weg ein verrücktes Spiel. Wir lagen nach 18 Minuten 0:3 hinten. Dann haben wir Tor um Tor aufgeholt. Beim Stand von 3:3 war ich mir absolut sicher, dass wir das Match noch gewinnen – und dann brech ich mir das Schienbein,“ erinnert sich der gebürtige Salzburger. Seitdem arbeitet der Jungvater hart für sein Comeback. Und ist mit dem Heilungsverlauf mehr als zufrieden: „Ich habe zuletzt einen richtigen Schub gemacht. Die Bruchstelle des Schienbeins macht mir überhaupt keine Schwierigkeiten mehr. Einzig die Bänder am Knöchel und rund um das Knie sind natürlich noch etwas beleidigt. Aber auch das kriege ich noch hin. Ich konnte zuletzt schon wieder Laufübungen machen, fühl mich richtig wohl und bin positiv eingestellt.“ Einer Operation, die den Heilungsprozess definitiv noch verlängert hätte, ging Meilinger mit etwas Glück aus dem Weg – weil das Wadenbein im linken Fuß nur angeknackst war, und nicht gebrochen.

Schmerzen in der Kraftkammer

In mühevoller Kleinarbeit in der Kraftkammer unter Leitung von SCRA-Physiotherapeut Martin Hämmerle schuftete Meilinger daran, sein linkes Bein wieder einsatzfähig zu machen. Durch die lange Ruhestellung schrumpfte die Muskulatur regelrecht, diese galt es wieder aufzubauen. „Die Trainings an der Oberschenkelmuskulatur waren wirklich beinhart. Ich musste permanent über die Schmerzgrenze gehen, um da wieder Power reinzubringen. Aber es scheint sich auszuzahlen,“ erklärt Meilinger.
Am Sonntag startet Meilinger am SCRA-Campus in die Vorbereitung zur Frühjahrssaison, zwei Tage, bevor der Rest der Mannschaft anrückt. „Ich werde mit Hämmerle einige Tests durchführen, schauen, wie weit ich bin und dann werden wir einen Plan für die nächsten Wochen aufstellen. Nächsten Dienstag folgt dann die letzte Untersuchung im Krankenhaus. Dort erhoffe ich mir die Freigabe, auch wieder Sprünge und Drehungen durchführen zu dürfen, zu holen“, so der seit Jänner 2018 beim SCR Altach unter Vertrag stehende Offensivspieler.

Bei dieser Aktion, als Meilinger den ehemaligen Altach-Kicker Felix Luckeneder unglücklich traf, verletzte sich der gebürtige Salzburger.<span class="copyright">Gepa</span>
Bei dieser Aktion, als Meilinger den ehemaligen Altach-Kicker Felix Luckeneder unglücklich traf, verletzte sich der gebürtige Salzburger.Gepa

Voller Motivation

Dass Meilinger voller Zuversicht in die nächsten Wochen geht, ist auch dem Umstand geschuldet, „dass ich im Urlaub den größten Schub gemacht habe. Zehn Tage lang hab ich meinem Körper nach der Schufterei im letzten Jahr eine Pause gegönnt. Und als ich dann wieder meine Übungen gemacht habe, lief alles völlig schmerzfrei ab. Das gibt natürlich nochmals einen Motivationsschub.“ Bezeugen konnten diese positive Entwicklung im Urlaub auch seine Kollegen Jan Zwischenbrugger und Christian Gebauer. Denn beide ließen es sich im Winterurlaub, wie Meilinger, im gleichen Hotel in Dubai gut gehen. Und dienten zugleich als Sparringspartner unter der Sonne des Emirats. „Eigentlich war es Zufall, dass wir alle im gleichen Hotel waren. Das haben wir dann natürlich gleich genutzt und leichte Ballübungen am Strand durchgeführt. Am Ende des Urlaubes schaute es schon fast wie in alten Zeiten aus“, schmunzelt Meilinger, der sich zwar keinen Druck machen möchte, aber, „mein Ziel ist es schon, dass ich in dieser Saison nochmal spielen und für den SCRA auflaufen kann.“

Hier gehts zum Instagram-Video über Marco Meilinger