Die Viertelfinalchance beim ATP Cup lebt

Sport / 06.01.2020 • 20:29 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Nach schwachem Start und einer Kabinenpredigt von Kapitän Thomas Muster bezwang Dennis Novak den Argentinier Guido Pella. GEPA
Nach schwachem Start und einer Kabinenpredigt von Kapitän Thomas Muster bezwang Dennis Novak den Argentinier Guido Pella. GEPA

Dominic Thiem und Co. mit 3:0-Erfolg gegen Argentinien.

Sydney Die Chance für Österreichs Tennis-Herren auf den Viertelfinaleinzug beim mit 15 Millionen US-Dollar dotierten ATP Cup in Australien lebt. Nach dem 0:3 im ersten Länderkampf der Gruppe E gegen Kroatien stellten Dennis Novak und Dominic Thiem gegen Argentinien schon vor dem Doppel den Sieg sicher. Damit kann die Truppe von Teamchef Thomas Muster am Mittwoch (ab 0.00 Uhr MEZ, live ServusTV) gegen Polen den Aufstieg schaffen. Die Gewinner der sechs Vierer-Gruppen sowie die zwei besten Zweiten erreichen das in Sydney angesetzte Viertelfinale.

Novak hatte im ersten Match gegen Guido Pella einen katastrophalen Start. Nicht zuletzt dank einer Standpauke von Muster legte er seine Nervosität ab und gewann gegen die Nummer 25 der Welt nach einem 0:6 mit 6:4, 6:4. Im Anschluss steigerte sich Thiem im Duell mit Diego Schwartzman im Vergleich zu seinem Auftritt vor zwei Tagen und setzte sich mit 6:3, 7:6(3) durch.

Überzeugende Leistung

Auch das Doppel mit Oliver Marach und Jürgen Melzer war nicht unbedeutend, da in der Endabrechnung um den Aufstieg in die Runde der letzten acht jeder Punkt zählen wird. Die ÖTV-Routiniers ließen gegen Maximo Gonzalez/Andres Molteni beim 6:1, 6:4 nichts anbrennen und holten den für die Endabrechnung in Gruppe E vielleicht noch besonders wichtigen Punkt zum 3:0 über Argentinien. Gegen die bisher sieglosen Polen muss nun ein Sieg her, um sich zumindest Rang zwei zu sichern. Es steigen die sechs Gruppensieger sowie nur die zwei punktebesten Gruppenzweiten in die Viertelfinalphase auf.

„Ich bin sehr zufrieden. Es war echt eine große Verbesserung im Vergleich zur Partie gegen Coric. Es waren sehr viele gute Punkte dabei, unglaublich, was er wieder zurückgebracht hat“, meinte Thiem nach seinem Erfolg. „Er hat auch sehr gut gespielt, und vor allem im zweiten Satz war es ein relativ hohes Level.“ Hin und wieder habe er vor allem auf der Rückhand noch unnötige Fehler begangen.

Große Freude gab es bei Thiem auch über Novaks gelungenen Turnaround und das damit verbundene überfällige Knacken der Top 100: „Es ist ein Wahnsinn, was der Dennis nach dem ersten Satz gemacht hat. Es war eine unglaubliche Reaktion von uns allen nach der Niederlage gegen Kroatien. Dennis hat die Top 100 geknackt, was ein unglaublicher Meilenstein ist.“

Novak 18. ÖTV-Spieler in Top 100

Der 26-jährige Novak hat für den Einzelsieg über Pella 65 ATP-Zähler gutgeschrieben bekommen, dies ermöglicht den Sprung im Ranking von Rang 105 auf aktuell 91 im „Live-Ranking“. Im Spiel gegen Polen könnte er weitere Punkte holen. Novak ist der insgesamt 18. Österreicher, dem der Sprung in die Top 100 der Herren nach dem Turnier sicher ist. „Unglaublich. Ich höre das schon von allen Seiten, und es nervt mich wirklich schon sehr. Jetzt ist es an der Zeit, dass ich das bestätige und es so weitergeht.“