„Will diese Saison noch spielen“

Sport / 06.01.2020 • 21:59 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Marco Meilinger hatte es sich zum Ziel gemacht, nach der schweren Verletzung noch stärker als zuvor zurückzukommen.Gepa
Marco Meilinger hatte es sich zum Ziel gemacht, nach der schweren Verletzung noch stärker als zuvor zurückzukommen.Gepa

Altachs Marco Meilinger hofft nach Schienbeinbruch auf baldiges Comeback.

Altach Genau 142 Tage ist es her, als sich Altachs Offensivspieler Marco Meilinger sein Schienbein gebrochen hat. Am 18. August 2019 beim Heimspiel gegen den TSV Hartberg (3:3) passierte dem 28-Jährigen das Malheur. „Es war von Start weg ein verrücktes Spiel. Wir lagen nach 18 Minuten 0:3 hinten. Dann haben wir Tor um Tor aufgeholt. Beim Stand von 3:3 war ich mir absolut sicher, dass wir das Match noch gewinnen – und dann brach im mir das Schienbein,“ erinnert sich der gebürtige Salzburger. Seitdem rackert der Jungvater hart für sein Comeback. Und ist mit dem Heilungsverlauf mehr als zufrieden: „Ich habe zuletzt einen richtigen Schub gemacht. Die Bruchstelle des Schienbeins macht mir überhaupt keine Schwierigkeiten mehr. Einzig die Bänder am Knöchel und rund um das Knie sind natürlich noch etwas beleidigt. Aber auch das kriege ich noch hin. Ich konnte zuletzt schon wieder Laufübungen machen, fühl mich richtig wohl und bin positiv eingestellt.“ Einer Operation, die den Heilungsprozess definitiv noch verlängert hätte, ging Meilinger mit etwas Glück aus dem Weg – weil das Wadenbein im linken Fuß nur angeknackst war und nicht gebrochen.

Schmerzen in der Kraftkammer

In mühevoller Kleinarbeit in der Kraftkammer unter Leitung von SCRA-Physiotherapeut Martin Hämmerle schuftete Meilinger daran, sein linkes Bein wieder einsatzfähig zu machen. Durch die lange Ruhestellung schrumpfte die Muskulatur regelrecht, diese galt es wieder aufzubauen. „Die Trainings an der Oberschenkelmuskulatur waren wirklich beinhart. Ich musste permanent über die Schmerzgrenze gehen, um da wieder Power reinzubringen. Aber es scheint sich auszuzahlen,“ erklärt Meilinger. Am Sonntag startete Meilinger am SCRA-Campus in die Vorbereitung zur Frühjahrssaison, zwei Tage bevor der Rest der Mannschaft heute anrückt. „Ich werde mit Hämmerle einige Tests durchführen, schauen, wie weit ich bin. Heute folgt dann die letzte Untersuchung im Krankenhaus. Dort erhoffe ich mir die Freigabe, auch wieder Sprünge und Drehungen durchführen zu dürfen, zu holen,“ so der seit Jänner 2018 bei Altach unter Vertrag stehende Offensivspieler.

Voller Motivation

Dass Meilinger voller Zuversicht in die nächsten Wochen geht, ist auch dem Umstand geschuldet, „dass ich im Urlaub den größten Schub gemacht habe. Zehn Tage lang hab ich meinem Körper nach der Schufterei im letzten Jahr eine Pause gegönnt. Und als ich dann wieder meine Übungen gemacht habe, lief alles völlig schmerzfrei ab. Das gibt natürlich nochmals einen Motivationsschub.“ Bezeugen konnten diese positive Entwicklung im Urlaub auch seine Kollegen Jan Zwischenbrugger und Christian Gebauer. Denn beide ließen es sich im Winterurlaub, wie Meilinger, im gleichen Hotel in Dubai gutgehen. Und dienten zugleich als Sparringspartner unter der Sonne des Emirats. „Eigentlich war es Zufall, dass wir alle im gleichen Hotel waren. Das haben wir dann natürlich gleich genutzt und leichte Ballübungen am Strand durchgeführt. Am Ende des Urlaubs schaute es schon fast wie in alten Zeiten aus,“ schmunzelt Meilinger, der sich zwar keinen Druck machen möchte, aber, „mein Ziel ist es schon, dass ich in dieser Saison nochmal spielen kann“.

„Ich musste permanent über die Schmerzgrenze gehen, um da wieder Power reinzubringen.“