Austria Lustenau: Der Kapitän geht von Bord

Sport / 07.01.2020 • 14:36 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Tobias Berger mit den Vorstandsmitgliedern Stephan Muxel (l.) und Bernd Bösch (r.). AUSTRIA

Austria Lustenau trennt sich von Marco Krainz und holt mit Tobias Berger einen jungen Verteidiger.

Lustenau Zum Trainingsstart fehlte der Trainer, der Rekordtorschütze und der Kapitän der letzten Jahre. Während Roman Mählich grippebedingt erst am Mittwoch oder Donnerstag nach Lustenau anreisen wird und derweil Tamas Tiefenbach das Training leitete, wird Ronivaldo bereits am Donnerstag ins Training einsteigen. Nicht mehr dabei ist hingegen Marco Krainz. Nach dreieinhalb Jahren trennen sich die Wege des ehemaligen U-21-Teamspielers und der Austria. 2015 war war der 22-Jährige nach Lustenau gekommen, insgesamt 45 Mal führte er die Grün-Weißen als Kapitän auf das Spielfeld. Zuletzt war Krainz nicht immer erste Wahl und unter Coach Mählich hatte er schließlich einen schweren Stand. Der Mittelfeldspieler, dessen Vertrag im Sommer ausgelaufen wäre, wechselt nun mit sofortiger Wirkung zu Ligakonkurrent Floridsdorfer AC.

Während sich die Austria mit Krainz auf eine vorzeitige Vertragsauflösung einigte, wurde mit Tobias Berger ein junger Linksverteidiger unter Vertrag genommen. Der 18-Jährige kommt vom FC Liefering und unterschrieb einen Vertrag bis Juni 2021.

Das Gesprächsthema zum Trainingstart der Lustenauer war aber die Aktie „Ronivaldo“. Der Brasilianer soll gleich nach seiner Rückkehr ein Vertragsangebot der Austria vorgelegt erhalten. Ganz nach dem Motto: „Die Karriere nach der Karriere“. Heißt für Vorstandsmitglied Bernd Bösch, dass man den 30-jährigen Torjäger über seine Spielerkarriere hinaus an den Klub binden möchte. „Sowohl sportlich, als auch als Persönlichkeit ist Ronivaldo für den Verein extrem wichtig“, sagt Bösch. Deshalb hat man einen Sponsor gewinnen können, mit dem man den Stürmer langfristig binden kann. Zumal das Interesse am 20-fachen Saisontorschützen (Liga und Cup) groß ist. Nicht nur Aufstiegsaspirant Ried angelt nach dem Brasilianer, auch Angebote aus dem asiatischen Raum sollen aktuell sein. Doch Bösch betont noch einmal, dass es nicht im Interesse des Vereins ist, den aktuellen Mannschaftskapitän zu verlieren.