Dornbirn kam zu spät in Fahrt

Sport / 08.01.2020 • 23:03 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Stefan Häußle, zweifacher Torschütze für Dornbirn gegen die Vienna Capitals, beschäftigt Wien-Torhüter Bernhard Starkbaum. gepa
Stefan Häußle, zweifacher Torschütze für Dornbirn gegen die Vienna Capitals, beschäftigt Wien-Torhüter Bernhard Starkbaum. gepa

Die Bulldogs verloren gegen die Vienna Capitals mit 2:4.

Dornbirn Vier Minuten vor dem Spielende weckte Stefan Häußle mit seinem zweiten Treffer nochmals die Hoffnungen im Messestadion. Wien hatte bis zu diesem Zeitpunkt das Spiel im Griff, doch der Anschlusstreffer zum 2:3 machte das Match nochmals spannend. Jedoch fasste Dornbirn-Stürmer Mathias Bau Hansen in den letzten zwei Minuten eine Strafe aus. DEC-Coach Kai Suikkainen nahm daraufhin den Torhüter vom Eis, um die numerische Unterlegenheit auszugleichen. Vergebens, zehn Sekunden vor Spielende traf Ali Wukovits zum 2:4-Endstand ins leere Tor. „Wir haben erst im Schlussdrittel zu unserem Spiel gefunden“, meinte Häußle selbstkritisch zur 26. Saisonniederlage.

Gäste tonangebend

Dabei gelang den Hausherren ein hoffnungsvoller Start. In der dritten Minute verwertete Häußle seinen eigenen Rebound aus spitzem Winkel zum 1:0. 40 Punkte trennten die beiden Teams in der Tabelle und das zeigte sich in den Minuten nach der Bulldogs-Führung. Chance um Chance erspielte sich der Favorit und Keeper Juha Järvenpää musste bereits früh Schwerstarbeit verrichten. In der 10. Minute war der Finne jedoch chancenlos. Ein schönes Zuspiel versenkte Kyle Baun zum Ausgleich. Beinahe hätten die Wiener in der 11. Minute nachgelegt. Doch den Schuss von Sondre Olden lenkte Järvenpää mit einem Hechtsprung nach vorne entscheidend ab. Ein kurioses Hoppala von Jordan Subban bescherte den Gästen in der 16. Minute dann aber doch die Führung. Der Kanadier wollte den Puck links hinter dem Tor aus der eigenen Zone bringen. Sein Schuss riss ab und traf den Schläger des Wien-Stürmers Dario Winkler. Der Puck wurde so ins DEC-Tor abgelenkt. Ein unglücklicher Gegentreffer, justament zu einem Zeitpunkt, als die Hausherren wieder besser im Spiel waren. Eine Minute vor Drittelende hatten die Messestädter erneut Pech. Ein Lupfer von Emilio Romig schlich die Torlinie entlang und sprang vom Pfosten aufs Eis zurück.

Auch im Mittelabschnitt hatte der Tabellenzweite das Match im Griff. Dies unterstrichen die Hauptstädter mit ihrem dritten Treffer. Olden traf in der 27. Minute aus der Distanz. Im Gegensatz dazu kamen die Heimischen nur zu wenigen Möglichkeiten. Die beste vergab Kai Fässler in der 40. Minute. Von der Strafbank kommend stürmte er allein auf Starkbaum zu. Der Schuss des 20-Jährigen war aber nicht platziert genug. Im Schlussdrittel versuchten die Gastgeber sich nochmals aufzubäumen, wirklich gefährlich wurden sie aber erst in den letzten Minuten des Spiels. „Wir haben keine gute Leistung gezeigt. Die vielen Spiele haben Kraft gekostet und das hat man gemerkt“, erklärte Dornbirns Coach Suikkainen nach der Partie. ABR

„Meine Tore haben der Mannschaft nicht weitergeholfen, das dämpft die Freude.“