Nummer eins in Österreich

Sport / 08.01.2020 • 20:58 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Weder König Fußball, noch die artverwandeten Volley- oder Basketballer können aktuell in Bezug auf die Teilnahme an Großevents den Handballern das Wasser reichen. Bei der heute beginnenden EURO 2020 wird Österreich zum siebten Mal seit 2010 bei einer WM- oder EM-Endrunde vertreten sein und ist damit die klare Nummer eins im rot-weiß-roten Mannschaftssport. Einen nicht unwesentlichen Anteil am kollektiven Aufschwung haben die Ländle-Topvereine Bregenz und Hard. 15 der 19 Meistertitel gingen seit 2000 an die Vorarlberger Klubs, die zudem mit ihren Auftritten im Europacup nicht nur im Ländle, sondern in ganz Österreich einen regelrechten Boom ausgelöst haben.

Ländle geht wieder leer aus

Einziger Wermutstropfen an der Entwicklung ist sicher der Umstand, dass so wie 2010 auch beim zweiten Großevent keine Spiele in Vorarlberg stattfinden. Daran wird sich wohl auch in den nächsten Jahren nichts ändern, da Vorarlberg keine Lokalität mit einem Fassungsvermögen von mindestens 6000 Zuschauern, hat und im Sportkonzept keine Multifunktionshalle in dieser Größenordnung vorgesehen ist. Dadurch sind die Handballfans gezwungen, weite Wege für die erhofften magischen Momente in Kauf zu nehmen.

Jochen Dünser

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