Routiniers, Dauerbrenner und Jungspunde

Sport / 08.01.2020 • 20:58 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Kapitän und Goalie Thomas Bauer soll mit seinen Paraden für den notwendigen Rückhalt bei der EURO 2020 sorgen. GEPA
Kapitän und Goalie Thomas Bauer soll mit seinen Paraden für den notwendigen Rückhalt bei der EURO 2020 sorgen. GEPA

Gastgeber Österreich will mit guter Michung bei EURO 2020 ins Rampenlicht treten.

Wien Erfolgshungrige Routiniers, ambitionierte Dauerbrenner, couragierte Jungspunde und ein repräsentatives Trainerteam – so könnte man das rote-weiß-rote Aufgebot zusammenfassen, das die Farben Österreichs ab Freitag bei der zweiten Heim-EM in der Geschichte vertritt. Unweigerlich werden Erinnerungen an 2010 wieder wach, als Östereichs Männerteam erstmals groß ins Rampenlicht des Interesses trat. Bei seiner EM-Premiere überstand der Gastgeber mit einem Sieg gegen Serbien, dem Remis gegen Island und einer knappen Niederlage gegen Titelverteidiger Dänemark als Dritter die Vorrunde und zog in die Hauptrunde ein. Die Euphorie wurde durch einen Sieg über Russland gekrönt und am Ende wurde man sensationell Neunter. „Das war richtig geil“, betont der Harder Robert Weber, „aber das ist lange her und die Zeit ist reif, um das nächste Kapitel unseres Wintermärchens zu schreiben.“ Der aktuelle Rekordspieler und Torschütze im EURO-2020-Kader ist neben Kapitän Thomas Bauer der letzte Verbliebene aus dem 2010er-Kader. „Wir werden gemeinsam versuchen, die Jungs ein bisschen an der Hand zu nehmen, um ihnen die Nervosität für die Auftritte vor heimischem Publikum zu nehmen.“

Hochdekoriertes Trainerteam

Beim ÖHB-Team von einer Rasselbande zu sprechen, wäre angesichts der acht in Deutschland, der Schweiz und in Portugal bei Topklubs spielenden Legionäre nicht angebracht. Selbst die von Neo­teamchef Ales Pajovic seit April 2019 initiierte Verjüngungskur soll sich nicht als Nachteil erweisen: „Ich denke, wir haben eine sehr gute Mischung aus erfahrenen, arrivierten und jungen, hungrigen Spielern, die das Herz am rechten Fleck haben und alles geben werden“, betont Pajovic kämpferisch. Zusammen mit Ex-Weltklassegoalie Matthias Andersson soll das als Spieler hochdekorierte Duo dafür sorgen, dass das Handballfieber zumindest bis in die Hauptrunde lebt. VN-JD

16-Mann-Kader Österreich

R-Nr. Name (Verein) Position Geb.-Datum Gr. Gew. LSp. Tore

1  Thomas Bauer (FC Porto/POR) T 24. 1. 1986 190 92 152 0

40 Thomas Eichberger (HSG Graz) T 20. 8. 1993 195 100 4 0

2 Alexander Hermann (VfL Gummersbach/GER) RL 10. 12. 1991 192 97 77 133

7 Janko Bozovic (VfL Gummersbach/GER) RR 14. 7. 1985 204 104 149 398

9  David Brandfellner (Fivers Margareten) FR 20. 11. 1992 179 82 10 13

15 Fabian Posch (UHK Krems) K 5. 1. 1988 198 110 102 166

20 Sebastian Frimmel (Kadetten Schaffhausen/SUI) FL 18. 12. 1995 190 87 54 127

26 Lukas Herburger (Kadetten Schaffhausen/SUI) K 19. 12. 1994 197 100 27 19

28 Robert Weber (HSG Nordhorn/GER) FR 25. 11. 1985 179 77 176 766

30 Boris Zivkovic (Alpla HC Hard) RR 2. 5. 1992 195 91 25 26

32 Gerald Zeiner (Alpla HC Hard) RM 28. 6. 1988 190 90 46 99

53 Nikola Bilyk (THW Kiel/GER) RM 28. 11. 1996 200 103 69 276

55 Tobias Wagner (Fivers Margareten) K 26. 3. 1995 198 129 48 80

60 Jakob Jochmann (UHK Krems) RM 2. 10. 1993 178 86 7 11

72 Lukas Hutecek (Fivers Margareten) RL 2. 7. 2000 190 96 1 0

92 Raul Santos (SC DHFK Leipzig/GER) FL 1. 6. 1992 180 75 82 302

Legende: T… Tor; FR… Flügel rechts, RR… Rückraum rechts; RM… Rückraum Mitte; RL… Rückraum links;

FL… Flügel links und K… Kreis

Trainer und Betreuerstab

Teamchef: Ales Pajovic (SLO, 41 Jahre); Kotrainer: Erwin Gierlinger (42); Tormanntrainer: Matthias Andersson (SWE, 41); Physiotherapeut: Andre Kintscher (48); Sporttherapeut: Rudi Stuck (60); Teamleader/Sportdirektor: Patrick Fölser (43); Pressesprecher: Markus Riedlmayer (37)

Weiters im 28-Mann-Kader

16 Florian Kaiper (SG West Wien) T 26. 5. 1995 186 81 2 0

33 Goran Aleksic (Bregenz Handball) T 12. 9. 1982 203 106 10 0

10 Sebastian Spendier (Schwaz Tirol) RM 17. 12. 1996 190 90 10 5

13 Richard Wöss (Schwaz Tirol) FR 10. 10. 1986 186 84 78 113

18 Armin Hochleitner (Schwaz Tirol) RR 21. 2. 1994 194 90 0 0

24 Daniel Dicker (HSG Graz) RL 5. 6. 1995 199 104 12 11

29 Alexander Wanitschek (Schwaz Tirol) FL 20. 3. 1990 180 72 5 7

31 Julian Pratschner (SG West Wien) FL 29. 12. 1996 190 88 11 16

35 Antonio Juric (HC Linz) K 24. 11. 1997 196 105 0 0

44 Julian Ranftl (SG West Wien) FR 17. 2. 1996 194 79 16 18

94 Christoph Neuhold (HSC Coburg/GER) RL 27. 4. 1994 193 100 36 18

95 Romas Kirveliavicius (HBW Balingen/GER) RL 5. 3. 1988 200 111 47 38

Erklärung: In der Turnierphase sind insgesamt drei Wechsel möglich, allerdings können nur Spieler aus dem ursprünglichen 28-Mann-Kader nominiert werden.