So will Sportchef Christian Möckel den SCR Altach umbauen

Sport / 09.01.2020 • 21:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Das Trio Philipp Netzer, Alex Pastoor und Christian Möckel stand Rede und Antwort (v. l.). VEREIN

Erst das Fundament, dann das Dach. Das Projekt SCR Altach soll vermehrt sportlich wachsen.

Altach In den Worten von SCRA-Sportdirektor Christian Möckel schwingt keine Euphorie. Vielmehr sind es klare Ansagen, die den 46-jährigen Deutschen ausmachen. Deshalb sagt er auch deutlich, dass es zwischen Zu- und Abgängen noch ein Ungleichgewicht gibt. Mit Matthias Puschl (23) hat nach Mergim Berisha, zurück zu RB Salzburg, und Leonardo Zottele (FC Dornbirn) erst ein dritter Spieler den Klub verlassen. Andererseits durfte er schon vier Neuzugänge vermelden. Dabei, so betonte er anlässlich der Eröffnungskonferenz, sei es wichtig, den Kader noch zu verkleinern. Der eine oder andere Abgang wie Stürmer Brian Mwila („Ich erwarte da bald eine Einigung“) müssen aus Sicht von Möckel schon noch dazukommen.

Eine echte Premiere

Derweil schätzt Trainer Alex Pastoor die frühlingshaften Temperaturen, die ein Training auf Rasen möglich machen. Zumal es seine erste Wintervorbereitung in Altach ist und ihm doch eine ungewohnte Situation beschert. „Die Vorbereitung ist praktisch gleich lang.“ Deshalb könne man zwar körperlich-taktisch aufbauen, doch es beginne wieder mit der defensiven Organisation. „Stabilität“, so sagt der 53-jährige Niederländer, „beginnt mit dem Fundament und nicht mit dem Dach.“ Die Ergebnisse der Leistungstests zu Beginn der Woche sind für Pastoor positiv. „Die schauen gut aus und bieten eine gute Grundlage“, attestiert er der Mannschaft ein gutes Arbeiten über die Winterpause. Dass Emir Karic und Manfred Fischer schon bald in den normalen Trainingsalltag einsteigen werden, sei zudem positiv zu bewerten.

„Wenn man schon nicht gewinnen kann, so sollte man zumindest nicht verlieren.“

Alex Pastoor, Trainer Cashpoint SCR Altach

Eine echte Geduldsprobe

Einer, der noch länger warten und Geduld aufbringen muss, ist Kapitän Philipp Netzer. Erstmals spricht der 34-Jährige auch über seine schwere Zeit – zu hören auf VN.at – rund um die Hüftoperation. Die zwei Rippenbrüche zuvor und anfangs die Probleme mit der Achillesferse haben ihm 2019 kein sportlich befriedigendes Jahr beschert. Jetzt endlich mache er Schritte nach vorne. „Zwar nicht Tag für Tag, aber zumindest Woche für Woche.“ Das Ziel für den Defensivmann ist klar: „So will ich meine Karriere nicht beenden. Ich will auf jeden Fall noch einige Spiele absolvieren.“ Als Antreiber nennt er den „Spaß an der Arbeit“. Die Motivation treibe ihn täglich an. Noch könne er nicht wirklich laufen über einen Zeitraum von 20 Minuten. „Das Problem ist nicht mehr der Knochen, sondern das Gewebe rund um ihn.“ Deshalb brauche es vor allem Geduld. Das allerdings, so Netzer, sei für einen Sportler immer schwer.

Das sagt Philipp Netzer