Kraftlose Bulldogs ohne Chance

Sport / 10.01.2020 • 23:11 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Bei Dornbirn-Torhüter Juha Järvenpää war für Klagenfurts Ländle-Export Manuel Ganahl Endstation.Stiplovsek
Bei Dornbirn-Torhüter Juha Järvenpää war für Klagenfurts Ländle-Export Manuel Ganahl Endstation.Stiplovsek

Dornbirn hatte bei der 0:3-Niederlage gegen Klagenfurt nur wenig entgegenzusetzen.

Dornbirn „Klagenfurt war mindestens eine Klasse besser als wir, da gibt es nichts zu beschönigen.“ Wie so oft in dieser Saison sprach DEC-Coach Kai Suikkanen nach dem 0:3 Klartext. Dabei zeigte sich der Rekordmeister gegen die Bulldogs keinesfalls von der besten Seite. Die Abschlussschwäche der Rotjacken verhinderte eine deutlichere Abfuhr. „Wir haben im ersten Drittel noch gut mitgehalten, aber dann schaute nicht mehr viel heraus. Die verletzungsbedingten Ausfälle lassen sich nicht kompensieren“, meinte Klagenfurt-Leihgabe Ramon Schnetzer. Teamkollege Philipp Pöschmann ist wohl der nächste Bulldogs-Spieler, für den die Saison vorzeitig vorbei ist. Kurz vor der letzten Drittelpause musste er nach einem Check mit Verdacht auf Schulterbruch vom Eis. Ob Kevin Macierzynski die Auswärtsfahrt zum morgigen Duell gegen Fehervar (17.30 Uhr) mitmacht, wird sich zeigen. Der Stürmer bekam im Mitteldrittel einen Schuss auf den Fuß, musste behandelt werden und spielte das Match unter starken Schmerzen zu Ende.

Chancenplus für KAC

Das vierte Saisonduell gegen den amtierenden Meister brachte die Gastgeber bereits nach zwei Minuten in die Defensive. Juhani Tamminen musste auf die Strafbank und die Kärntner drängten auf die Führung. Beim Schuss von Manuel Ganahl (3.) rettete Dornbirns Keeper Juha Järvenpää mit der Schulter. Beim Abschluss von Matt Neal (4.) kratzte Kapitän Olivier Magnan die Scheibe von der Torlinie. Die Gastgeber tauchten in der neunten Minute erstmals vor David Madlener auf. Einen Schuss von Jordan Subban lenkte Mathias Bau Hansen noch gefährlich ab, doch der KAC-Schlussmann reagierte souverän. Das Chancenplus in diesem Drittel war zwar auf Seiten der Gäste aus Kärnten, doch das beherzte Auftreten der Messestädter in der eigenen Zone verhinderte eine Führung des Favoriten.

Aufbäumen blieb aus

Dies änderte sich im Mittelabschnitt. Nachdem die Heimischen gleich zu Beginn im Powerplay viel zu harmlos agierten, schlichen sich nun erste Fehler ein. So schafften es die Dornbirner minutenlang nicht aus dem eigenen Drittel. Die Führung durch Daniel Obersteiner in der 26. Minute war somit eine mit Ansage. Damit nicht genug, denn unmittelbar nach dem Treffer verließ Järvenpää das Eis. Eine Kufe seines Schlittschuhs war gebrochen und Backup Matthias Tschreptisch, der zuletzt Anfang November ein EBEL-Spiel bestritt, übernahm bis zur Pausensirene. Am Spielgeschehen änderte sich nichts, der KAC spielte und Dornbirn verteidigte. Die Folge war der zweite Gegentreffer durch Manuel Geier in Überzahl (36.). 25 Sekunden vor Drittelende vergab Tamminen die Chance zum Anschlusstreffer. Doch Madlener rettete mit einer Parade sein Shut­out. Im Schlussdrittel fehlte den Messestädtern die Kraft, um sich nochmals aufzubäumen. In der 54. Minute sorgte KAC-Spieler Lukas Haudum für den Endstand. abr

„Wenn wir ehrlich sind, dann haben wir nicht auf derselben Stufe gespielt wie der KAC.“