Mit „BB“ zur Bundesligareife

Sport / 10.01.2020 • 20:17 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Ab sofort volle Konzentration auf die Austria: Bernd Bösch.adam
Ab sofort volle Konzentration auf die Austria: Bernd Bösch.adam

Bernd Bösch ist der neue starke Mann bei der Austria Lustenau und einer mit großen Ambitionen.

Au, Lustenau 1984 war er Mitbegründer der Grünen in Lustenau, 26 Jahre später möchte er der Austria zur Bundesligareife verhelfen. Denn mit Jänner 2020 geht Bernd Bösch als hauptamtliches Vorstandsmitglied mit den Grün-Weißen in eine neue Zukunft. Zumindest organisatorisch. Und da warten viele Aufgaben auf den 58-Jährigen. Zum einen gilt es, dem Klub moderne Strukturen zu verpassen, die Infrastrukturoffensive – Stadion- und Trainingsstättenbau – voranzutreiben und die finanziellen Voraussetzungen für den geplanten Aufstieg zu schaffen. Im Rahmen des Teambuilding-Wochenendes in Au-Rehmen sprach er dabei seine dringlichsten Aufgaben an. Auf VN.at ist Bernd Bösch im Video-Interview zu sehen und hören.

Klubstruktur: Vor einem Jahr hat das fünfköpfige Vorstandsgremium mit Bösch, Stephan Muxel, Christoph Wirnsperger, Sepp Bayer und Valentin Drexel den Langzeitpräsidenten Hubert Nagel an der Spitze abgelöst. Das Übergangsjahr ist nun zu Ende. Es sei wichtig gewesen, sagt Bösch, aber nun müssten klare Strukturen geschaffen werden. Dafür fühlt er sich nun verantworlich, denn: „Unsere Geschäftsstelle funktioniert, aber personell sind wir unterbesetzt.“ Das soll sich nun ändern. Denn nicht nur Bösch wird sich mit dem Tagesgeschäft beschäftigen, auch Alex Schneider ist neu im Team.

Infrastruktur: Der Raumplanungsauftrag in Höhe von 600.000 Euro durch die Gemeinde ist vergeben. Für Bösch ist dies der „Startschuss für das Wohnzimmer der Austria“. Wenngleich das Gemeindestadion für beide Klubs konzipiert ist. Wie auch der Trainingscampus im „Schweizer Ried“. Dieser soll laut Bösch nun allerdings kleiner (maximal sechs Rasenplätze) ausfallen, weil die Kunstrasenplätze – zwei an der Zahl – zum Fußballplatz Wiesenrain übersiedeln. Dort wird schon in diesem Jahr ein neuer Kabinentrakt entstehen. Bösch, früher als Sportreferent der Gemeinde noch auf der anderen Verhandlungsseite, beurteilt die nun gesetzten Maßnahmen sehr positiv. Bereits im Frühling wird, wie berichtet, im Planet Pure Stadion die Südtribüne verkleinert und dafür für einen Gästesektor (500 Stehplätze) überdacht. Die angestrebte Bundesligalizenz, für die man mit einem Budget in Höhe von rund drei Millionen Euro plant, zwingt den Klub zum Umbau.

Mannschaftsstruktur: Höchste Priorität hat für Bösch die langfristige Bindung von Kapitän Ronivaldo (30). Auch Kevin Kunz soll bis Vertragsende, Juni 2020, bleiben. Zumal einige Spieler den Verein verlassen haben: So das jamaikanische Trio Kevaughn Atkinson, Kyle Butler und Amoy Brown. Auch Simon Pirkl (22) und Tobias Reithmeir (20) gehören nicht mehr dem Kader an. Zudem haben Matthias Mory (32/Sonnenhof-Großaspach) und Marco Krainz (22/FAC) gewechselt.