Augen zu und durch

Sport / 12.01.2020 • 22:23 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Man wolle den Stürmer unbedingt behalten. Man plane mit Ronivaldo über dessen aktive Karriere hinaus. Seitens der Austria wurde dies anlässlich der Saison-Eröffnungskonferenz medial kommuniziert. Wohl wissend, dass man tags zuvor mit dem Brasilianer am Verhandlungstisch gesessen und über dessen Gesundheitszustand informiert worden ist.

Das „Theaterstück“ Ronivaldo ist damit um einen Akt erweitert. Ziehen sich doch nunmehr jene Interessenten zurück, die den Torjäger gerne von der Austria weggelockt hätten. Und Lustenaus Handeln in der Causa erinnert irgendwie an: Augen zu und durch. Zumal jeder grün-weiße Fan verstanden hätte, wenn die Klubführung gleichzeitig die Verletzung wie auch den Willen einer sofortigen Vertragsverlängerung kommuniziert hätte.

Sturmmisere

Für Trainer Roman Mählich, der nach überstandener Grippe heute an seinen Arbeitsplatz zurückkehrt, wird die Aufgabe durch den Ausfall seines wichtigsten Spielers nicht leichter. Vor allem die Misere im Angriff ist offenkundig. Matthias Morys (4 Saisontore) ist weg, Patrik Eler ist noch zwei Monate nicht einsatzfähig und die Ausfallzeit des 14-fachen Ligatorschützen ist noch nicht abschätzbar. Zudem fallen auch Christian Schilling und Pius Grabher noch länger aus. Hinzu kommt, dass Christoph Freitag und Michael Lageder ebenfalls längere Pausen hinter sich haben.

Christian Adam

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