Drei Punkte für dezimierte Dornbirner

Sport / 12.01.2020 • 22:10 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Dornbirns letzter Sieg gegen Fehervar war im Februar 2017.Soós Attila/Fehérvár AV
Dornbirns letzter Sieg gegen Fehervar war im Februar 2017.Soós Attila/Fehérvár AV

Bulldogs besiegten Fehervar mit 3:1.

Székesfehérvár Vor fast drei Jahren gewannen die Bulldogs das letzte Mal in Fehervar. Nach den letzten beiden Niederlagen fanden die Dornbirner ausgerechnet gegen die Ungarn in die Erfolgsspur zurück. „Wir mussten aufgrund unserer Kadersituation defensiv überzeugen, was uns über weite Strecken gelungen ist“, sagte Emilio Romig zum Spiel. Der 3:1-Erfolg lässt den Rückstand auf den Tabellenzehnten Innsbruck auf vier Punkte schrumpfen. Drei Partien haben die Bulldogs noch Zeit, sich hier vielleicht doch noch einen Bonuspunkt für die Zwischenrunde zu sichern.

Das vierte Saisonduell gegen die Ungarn war bereits eine Generalprobe für die Play-off-Qualifikationsrunde. Mit Fehervar, Innsbruck und Dornbirn stehen die ersten drei Teams für die „zweite“ Chance bereits fest. Die Messestädter traten lediglich mit drei vollzähligen Sturmreihen an. Das verletzungsbedingte Saisonaus von Philipp Pöschmann zwang DEC-Trainer Kai Suikkanen zur Linienumstellung. So wechselte Kevin Macierzynski an die Seite von Tomi Körkkö und Juhani Tamminen. Jannik Fröwis übernahm die Centerposition in der dritten Reihe. Der angeschlagene Defender Robin Gartner war weiter nicht dabei.

Verteidigung überzeugte

Das Tabellenschlusslicht versuchte im Startdrittel mit den Kräften hauszuhalten. Szenen im Angriff hatten Seltenheitscharakter. Eine der wenigen Chancen sorgte jedoch für die DEC-Führung. Nach einem schnellen Antritt von Romig passte dieser ideal auf den mitlaufenden Mathias Bau Hansen. Der Däne verwertete eiskalt (8.). Die Ungarn hatten mit dem Defensivkonzept der Gäste so ihre liebe Not. So verstrichen zwei Überzahlsituationen (10./14.) ergebnislos, weil auch DEC-Keeper Juha Järvenpää auf dem Posten war. Im zweiten Abschnitt trauten sich die Dornbirner öfters ins gegnerische Angriffsdrittel. Eine Direktabnahme von Bau Hansen (24.) und ein Vorstoß von Simeon Schwinger (29.) brachten Mike Ouzas im Tor der Ungarn in Bedrängnis.

In die Maschen ging die Scheibe aber erst kurze Zeit später. Ein Schuss der Hausherren verfehlte zuerst knapp das DEC-Tor, prallte jedoch von der Band zurück zu Järvenpää. Der konnte nicht mehr reagieren. Jedoch Glück für die Gäste: Denn der Treffer zählte nicht. Die Schiedsrichter erkannten im Nachhinein via Videobeweis eine Behinderung seitens der Hausherren.

Gäste behielten Nerven

Obwohl Scott Timmins und Co. mehr vom Spiel hatten, jubelte in der 31. Minute erneut der DEC. Ein Zuspiel von Macierzynski versenkte Körkkö ins kurze Eck. Das 2:0 hielt bis zum Drittelende, da die anstürmenden Ungarn weiterhin kein Rezept gegen die gute Verteidigungsarbeit der Messestädter hatten. Erst in der 43. Minute klappte es mit dem Anschlusstreffer. Einen Querpass lenkte Csanad Erdely ins Netz. Erinnerungen an das Spiel im September wurden wach, damals verspielten die Bulldogs ebenfalls eine 2:0-Führung. Doch die Messestädter behielten die Nerven, zudem zeigte sich Järvenpää wieder von der besten Seite. So war der empty­-net-Treffer von Körkkö (60.) mit dem Rücken zum gegnerischen Tor die Krönung einer guten Bulldogs-Vorstellung. ABR