„Das kommt sehr unerwartet“

Sport / 13.01.2020 • 23:45 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Lecherin Magdalena Egger gibt heute beim Nachslalom in Flachau ihr Debüt in der Ski-Königsklasse.gepa
Die Lecherin Magdalena Egger gibt heute beim Nachslalom in Flachau ihr Debüt in der Ski-Königsklasse.gepa

Magdalena Egger aus Lech kommt im Slalom von Flachau zur Weltcuppremiere.

Flachau Vorarlberger Unterstützung für Katharina Liensberger heute (18/20.45 Uhr) beim Weltcup-Nachtslalom in Flachau: Die Lecherin Magdalena Egger gibt ihr Debüt in der Ski-Königsklasse. „Das kommt schon sehr unerwartet, aber ich freu‘ mich natürlich riesig“, sagte die 18-Jährige VSV-Läuferin. „Es gibt keine konkrete Vorstellung von einer Platzierung. Ich habe gut trainiert und bin bereit.“
In der Statistik stehen für Egger in dieser Saison acht Einsätze im Europacup. Beim Parallelslalom am Kronplatz war die Head-Pilotin im Dezember Neunte, davor belegte sie in einem Torlauf in Funesdalen den elften Rang. Aufgezeigt hat sie genau vor einem Jahr bei den Europäischen Jugendspielen in Jahorina, sie holte Gold im Slalom und Riesentorlauf. Bei FIS-Rennen in St. Michael standen zuletzt je ein zweiter und dritter Rang im Slalom, in Gaal ein dritter Platz im Riesentorlauf zu Buche.

Eine fleißige Arbeiterin

„Sie ist eine, die sehr gerne und sehr fleißig arbeitet“, nennt Vorarlbergs Skipräsident Walter Hlebayna die Vorzüge von Egger. „Sie kann Dinge, die zu verbessern sind, auch auf den Punkt genau umsetzen.“ Als Beispiel führt Hlebayna die Technikumstellung im Riesentorlauf vor zwei Jahren an. „Der Prozess ist noch nicht zu Ende, aber Magdalena kommt Schritt für Schritt weiter. Sonst hätte die Gefahr bestanden, dass sie in dieser Disziplin stehen bleibt.“ Im ÖSV-Europacupteam ist Egger unter den Fittichen von Florian Stengg. „Die Magda nutzt aber auch jede Gelegenheit, bei uns mit dem SC Arlberg in Lech zu trainieren.“ Hlebayna sieht die Weltcuppremiere von Egger auch als wichtigen Lernprozess: „Sich mit 18 Jahren in der Weltklasse erproben zu dürfen, ist ein unschätzbarer Vorteil für die Zukunft. Da kann sie sich ohne große Erwartungshaltung einmal alles ansehen.“

Gute Erinnerungen

Katharina Liensbergers Weltcupdebüt fand übrigens auch in Flachau statt, am 12. Jänner 2016. Göfnerin konnte sich damals als 43. nicht für den zweiten Durchgang qualifizieren. Zwei Jahre später klassierte sich Österreichs aktuelle Nummer eins als Achte in den Top Ten, im vergangenen Jahr stand sie beim Heimevent als Dritte erstmals bei einem Weltcuprennen auf dem Stockerl. Mit den Plätzen sieben (Levi), sechs (Killington), vier (Lienz) und drei (Zagreb) bewies die 22-Jährige in den bisherigen Saison-Torläufen stetig aufsteigende Form.