Gunst der Stunde nutzen

Sport / 13.01.2020 • 22:49 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Nach den Siegen gegen Tschechien und die Ukraine wartet auf Österreichs Handballer bei der EURO 2020 die finale Reifeprüfung. Gegen Nordmazedonien will man den Sack zumachen und nach 2010 und 2014 zum dritten Mal bei einer Europameisterschaft in die Hauptrunde einziehen. Es spricht für das gesteigerte Selbstbewusstsein, dass man sich dabei nicht auf Eventualitäten verlassen will, sondern den Einzug ins Konzert der Top-12-Teams aus eigener Kraft realisieren will.

Nach EM ist vor WM

Der Einzug in die Hauptrunde wäre gleichzeitig der erste wichtige Schritt mit Blickrichtung kommende Großevents. Um sich für die Weltmeisterschaft 2021 in Ägypten die Qualifikation im April zu ersparen und erst in den Play-off-Duellen im Juni einzugreifen, muss bei der EURO 2020 eine Top-Neun-Platzierung erreicht werden. Dass das nicht unmöglich ist, hat Österreich mit dieser Platzierung bei der ersten Heim-EM vor zehn Jahren gezeigt. Sollte Österreich bei der Heim-EM seinen Höhenflug in der Hauptrunde fortsetzen, wäre sogar Olympia 2020 in Tokio ein Thema. Zum aktuellen Stand qualifizieren sich die besten sieben Mannschaften der EM 2020 für die drei Qualifikationsturniere, in denen vom 16. bis 19. April in Norwegen, Frankreich und Deutschland in Vierergruppen um sechs Tokio-Startplätze gekämpft wird.

Jochen Dünser

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