Dornbirn braucht die Pause

Sport / 14.01.2020 • 22:57 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Die Villach-Stürmer Alexander Lahoda und Mika Lahti machen Druck auf das Gehäuse des Dornbirner EC.Krammer
Die Villach-Stürmer Alexander Lahoda und Mika Lahti machen Druck auf das Gehäuse des Dornbirner EC.Krammer

Die Bulldogs zogen gegen Villach mit 1:6 klar den Kürzeren.

Villach Das zehnte Spiel der Bulldogs innerhalb von 20 Tagen endete so wie das erste dieser Serie, mit einer 1:6 Niederlage. Die Dornbirner waren mit Villach nur im ersten Drittel auf Augenhöhe. „Wir haben ganz gut begonnen, aber dann konnten wir das Tempo nicht mehr mitgehen. Das darf zwar keine Entschuldigung sein, aber diese intensive Phase mit dem knappen Personalstand hat einfach Kraft gekostet“, erklärte Dornbirn-Kapitän Olivier Magnan. Bis zu den letzten beiden Grunddurchgangspartien haben die Bulldogs nun etwas Zeit zum Verschnaufen. Erst am 24. Jänner geht es mit dem Heimspiel gegen Linz weiter.

Warnung überhört

Eigentlich stand der Einsatz von Ex-Dornbirn-Angreifer Brodie Reid im Mach gegen die Bulldogs auf der Kippe. Ein Puck traf den Kanadier beim Abschlusstraining im Gesicht, er musste sogar genäht werden. Doch das Duell gegen seinen ehemaligen Verein schien den Flügelspieler wohl besonders zu motivieren, denn er brachte sein Team in der 18. Minute in Führung. Nachdem Stefan Häußle auf die Strafbank musste, ließ Reid im Powerplay DEC-Torhüter Juha Järvenpää mit einem kräftigen Schuss keine Chance. Nur 100 Sekunden später heulte die Torsirene in der Villacher Stadthalle erneut auf. Wieder saß Häußle auf der Strafbank und wieder landete die Scheibe in den Maschen. Patrick Bjorkstrand lupfte den Puck über die Schulter von Järvenpää ins Netz. Dabei hatte Trainer Kai Suikkanen sein Team noch vor der Powerplay-Stärke der Villacher gewarnt. Die Adler sind in numerischer Überlegenheit das drittgefährlichste Team der Liga.

Die Messestädter fanden nach diesem Doppelschlag jedoch die passende Antwort. Eine Sekunde vor der Pausensirene drehte Keaton Ellerby jubelnd ab. Nach einem Zuspiel von Mathias Bau Hansen überwand er VSV-Goalie Brandon Maxwell. Ein verdienter Treffer, da sich die Gäste das gesamte Drittel nicht versteckten und immer wieder zu Chancen kamen.

Zu viele Gegentreffer

Die Aussicht, den knappen Rückstand in einen Ausgleich zu verwandeln, war in der 22. Minute bereits wieder erledigt. Alexander Lahodas Schuss ins Kreuzeck ließ Järvenpää bereits zum dritten Mal in diesem Match hinter sich greifen. Ein Treffer, der seine Wirkung nicht verfehlte. Die Angriffslust aus Drittel eins war bei den Messestädtern verflogen. Die Draustädter erhöhten nicht nur den Druck, sondern in der 35. Minute auch den Zwischenstand. Im Überzahlspiel des Tabellenletzten entwischte Chris Collins der Dornbirner Powerplayformation. Der Blau-Weiße Stürmer sorgte mit seinem Shorthander für die Vorentscheidung.

Damit hieß der Auftrag für die Bulldogs in den letzten 20 Minuten Schadensbegrenzung. Dies gelang aber nur bedingt. Der Tabellenachte traf durch Anton Karlsson (42.) und Nico Brunner (46.) noch zwei Mal. Damit kassierten die Messestädter in den vier Saisonduellen gegen den Villacher SV 22 Gegentreffer, so viele wie gegen keine andere Mannschaft der Erste Bank Eishockeyliga. abr

„Wir haben ganz gut begonnen, aber dann konnten wir das Tempo nicht mehr mitgehen.“