Ländle-Trommelwirbel in der ersten Reihe

Sport / 14.01.2020 • 22:33 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Wolfgang Pendl Norbert Breuß, Christoph Kalb und Mark Dorninger (v. l.) machen sich bereit vor der Partie gegen Nordmazedonien.JD
Wolfgang Pendl Norbert Breuß, Christoph Kalb und Mark Dorninger (v. l.) machen sich bereit vor der Partie gegen Nordmazedonien.JD

Vorarlberger sorgen bei der EURO 2020 für lautstarke Unterstützung auf den Rängen.

Wien Nicht nur auf dem Spielfeld, auch auf den Zuschauerrängen ist Vorarlberg bei der EURO 2020 live vertreten. Seit vielen Jahren sind Mark Dorninger, Christoph Kalb und Norbert Breuß bei Großevents dabei und sorgen mit ihren Trommeln und dem Megaphon für lautstarke Unterstützung. „Neben der Begeisterung für den Handballsport sind es die Kontakte zu gleichgesinnten Fans, die seit der Heim-EM in Linz entstanden sind und dank der sozialen Medien auch zwischen den Endrunden gepflegt werden“, erklärt Kalb stellvertretend.

Stilgerechtes Aussehen

Dass die Trommler aus dem Ländle bei ihrem Auftritten stilgerecht das rot-weiß-rote Nationaltrikot und eine Lederhose tragen und sich die Landesfarben ins Gesicht schmieren hat ebenso Tradition wie die Tatsache, dass sie in der ersten Reihe sitzen und die Geschehnisse auf dem Spielfeld hautnah mitbekommen wollen. „Wenn wir richtig loslegen, steigt der Lärmpegel an. Trotz unserer Ohrstöpsel weiß jeder im Team, wann er gefordert ist. Der Trommeltakt ist bei jedem von uns längst in Fleisch und Blut übergegangen und es bedarf keiner Kommandos, wann es gilt, Vollgas zu geben“, so Dorninger.

Bei der 2020-Endrunde erhielt die eingeschworene Truppe Unterstützung von Wolfgang Pendl und Stephan Salzmann, wobei Letzterer aber gegen Nordmazedonien fehlte. „Wir sind ja allesamt keine Jungspunde mehr und haben eine Familie. Dadurch ist es nicht immer einfach mit der Terminplanung“, so Dorninger.

Ein wesentlicher Vorteil gegenüber den vorangegangenen Groß­events waren diesmal der Transport der Trommeln und die Sicherheitskontrollen: Christoph Kalb: „In der Zwischenzeit kennt und schätzt man uns beim Österreichischen Handballbund. Bei der Heim-EM in Wien haben wir in der Stadthalle einen eigenen Raum, in dem wir unsere Trommeln zwischen den Spielen deponieren können und sie nicht vom und ins Hotel mitschleppen müssen.“

Trotz der glühenden Begeisterung heißt es für die Vorarlberger nach der Vorrunde Abschied nehmen. Dorninger: „Wir sind alle berufstätig und haben nicht unbegrenzt Zeit. Das ist natürlich doppelt bitter, wenn Österreich in die Hauptrunde einziehen würde. Ich bin überzeugt, dass sie es packen werden und es gibt sicher eine Möglichkeit, dass wir uns gemeinsam im Ländle eine Partie ansehen werden. Im Hintergrund laufen bereits die Planungen für die EM 2022 in Ungarn und der Slowakei.“

„Wir sind eine eingeschworene Truppe und geben jede Partie 60 Minuten Vollgas.“

Videos vom stimmgewaltigen Anhang aus Vorarlberg sind auf VN.at zu sehen.