Mayer hat die Abfahrt am Lauberhorn im Griff

Sport / 16.01.2020 • 21:24 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Bestzeit für den Kärntner im zweiten Wengen-Training.

Wengen Matthias Mayer hat die Lauberhornabfahrt im Griff. Im zweiten Training gestern stellte der Kärntner Bestzeit vor dem Schweizer Mauro Caviezel (+0,11 Sek.) und dem Norweger Aleksander Aamodt Kilde (+0,31) auf. Nicht alle Mitfavoriten deckten die Karten auf, Vincent Kriechmayr beispielsweise bremste noch vor dem Ziel ab. Die Trainingszeit war weit unter der Siegerzeit des Vorjahres.

Es wird noch schneller

Kriechmayr hatte im Vorjahr in 2:28,36 Minuten gewonnen. Im ersten Abfahrtstraining benötigte Caviezel als Schnellster 2:27,78, Mayer unterbot dies im zweiten Probelauf mit 2:26,80 nochmals deutlich. „Das spürt man während dem Fahren auf jeden Fall. Morgen ist ja noch die Kombiabfahrt, auf die Spezialabfahrt hin wird das Ganze sicherlich noch einmal ein bisschen glatter werden“, sagte Mayer.

Er hatte beim Material eine Änderung vorgenommen. „Im ersten Training hatte ich Grip-Probleme. Ich habe wieder auf etwas Älteres, Bewährtes gewechselt, das ging um einiges besser. Ich denke, ich habe alles gut erwischt“, zeigte sich der Doppelolympiasieger nach seiner Fahrt bei Traumbedingungen zufrieden. Bei der Spezialabfahrt am Samstag werden nach dem prognostizierten Neuschnee wohl etwas andere Verhältnisse vorherrschen.

Kriechmayr geht in die Analyse

Die 1,49 Sekunden Rückstand von Vorjahressieger Kriechmayr haben wegen seines Bremsschwunges wenig Aussagekraft. „Ein paar Sachen sind gelungen, ein paar weniger. Das Brüggli-S (neuerer Name Kernen-S/Anm.) lief nicht nach Wunsch, ich habe gesehen, dass Mothl es richtig gut gefahren ist, da muss ich noch ein bisschen besser analysieren“, sagte er über die Schlüsselstelle des Lauberhornrennens.

Otmar Striedinger hatte 1,23 Rückstand, Christian Walder 1,40 und Johannes Kröll 1,52. Erst dahinter kam mit Dominik Paris (1,98) einer der Topfavoriten.

SKI-weltcup

2. Training Herrenabfahrt Wengen

1. Matthias Mayer (AUT)  2:26,80 Minuten

2. Mauro Caviezel (SUI)  +0,11 Sek.

3. Aleksander Aamodt Kilde (NOR)  +0,31

4. Christof Innerhofer (ITA)  +0,49

5. Ryan Cochran-Siegle (USA)  +0,66

6. Beat Feuz (SUI)  +0,79

7. Kjetil Jansrud (NOR)  +0,89

8. Mattia Casse (ITA)  +0,91

9. Bryce Bennett (USA)  +1,01

10. Carlo Janka (SUI)  +1,03

12. Otmar Striedinger (AUT)  +1,23

15. Christian Walder (AUT)  +1,40

17. Vincent Kriechmayr (AUT)  +1,49

18. Johannes Kröll (AUT)  +1,52

22. Dominik Paris (ITA)  +1,98

31. Daniel Danklmaier (AUT)  +2,67

46. Stefan Babinsky (AUT)  +3,51

57. Max Franz (AUT)  +4,96

59. Nicklas Köck (AUT)  +5,15

66. Alexis Pinturault (FRA)  +6,30

69. Johannes Strolz (AUT)  +6,80