Eva Pinkelnig bleibt weiter in der Erfolgsspur

Sport / 17.01.2020 • 19:45 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Die Dornbirnerin Eva Pinkelnig fühlt sich in Japan pudelwohl und feiert ihren zweiten Weltcupsieg. GEPA

Die Dornbirner Skispringerin feiert in Japan ihren zweiten Weltcupsieg in Folge.

Markus Krautberger

Zao Japan ist ein guter Boden für Eva Pinkelnig. Die Dornbirnerin konnte nach ihrem ersten Skisprung-Weltcupsieg überhaupt am vergangenen Wochenende in Sapporo nun auch in Zao nachlegen und das erste Einzelspringen für sich entscheiden. Damit schaffte die 31-Jährige den zweiten Erfolg in Serie. Für Pinkelnig selbst kaum zu glauben. „Mir fehlen schon wieder die Worte. Es ist einfach ein Traum, der aktuell wahr wird“, erklärte die Dornbirner Skispringerin, die die Sprungschanze in Zao beherrschte wie keine ihrer Konkurrentinnen. In beiden Durchgängen erzielte Pinkelnig klare Bestweiten und konnte damit auch die japanische Lokalmatadorin Sara Takanashi auf Rang zwei verweisen. Der Grund, warum sich die doppelte Silbermedaillengewinnerin von Seefeld 2019 so wohl fühlt in Japan, liegt für sie auf der Hand: „Der Unterschied zu Sapporo ist gar nicht so groß. Auch wenn das hier in Zao eine kleinere Normalschanze ist. Wichtig ist einfach, möglichst weit springen und ein sauberer Telemark.“ Komplettiert wurde der Erfolg der ÖSV-Skispringerinnen durch den dritten Platz von Chiara Hölzl, den vierten Rang von Sara Marita Kramer und den zehnten Rang von Daniela Iraschko-Stolz. Was auch Pinkelnig goutierte: „Erneut mit einer Teamkollegin auf dem Stockerl zu stehen, freut mich wahnsinnig.“

„Mir fehlen schon wieder die Worte. Es ist einfach ein Traum, der aktuell wahr wird.“

Eva Pinkelnig, ÖSV-Skispringerin

Mit Tränen in den Augen

Cheftrainer Harald Rodlauer zeigte sich aufgrund der Erfolge in Japan dementsprechend zufrieden, eine Erklärung für die tollen Leistungen der Springerinnen hat aber auch er nicht. „Ich werde aktuell gerade oft gefragt, was wir heuer anders machen, ob wir großartig etwas verändert haben. Und ich sage immer: Eigentlich machen wir nichts Besonderes, wir arbeiten einfach als Team hervorragend zusammen“, so Rodlauer und unterlegt das Statement mit einer kleinen Anekdote über Pinkelnig: „Eva ist nach dem Sieg mit Tränen in den Augen zu mir gekommen und hat sich für die gute Zusammenarbeit bedankt. Die Chemie passt gut.“

„Eva ist nach dem Sieg mit Tränen in den Augen zu mir gekommen und hat sich für die gute Zusammenarbeit bedankt.“

Harald Rodlauer, ÖSV-Cheftrainer

Damit seine Athletinnen weiterhin so stark und erfolgreich springen, will Rodlauer weiterhin jeder Sportlerin ihre Individualität zugestehen. „Meine Aufgabe ist es jetzt, die positive Energie in der gesamten Mannschaft möglichst lange aufrechtzuerhalten.“ Bereits heute (ab 9 Uhr) geht der Teambewerb über die Bühne, für den Iraschko-Stolz, Hölzl, Kramer und eben Pinkelnig nominiert sind. Letztgenannte ist dafür schon wieder im Angriffsmodus: „Im Team will ich wieder weite Sprünge zeigen und möglichst viel Spaß mit dem Team haben.“ Am Sonntag (ab 8 Uhr) findet der zweite Einzelbewerb statt.