Pinkelnig bleibt in der Erfolgsspur

Sport / 17.01.2020 • 19:15 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Für die Dornbirnerin Eva Pinkelnig läuft es aktuell wie geschmiert. Nach ihrem Sieg beim Springen in Sapporo legte sie mit dem Erfolg in Zao gleich nochmals nach.Gepa
Für die Dornbirnerin Eva Pinkelnig läuft es aktuell wie geschmiert. Nach ihrem Sieg beim Springen in Sapporo legte sie mit dem Erfolg in Zao gleich nochmals nach.Gepa

Die Dornbirner Skispringerin feiert in Japan ihren zweiten Weltcupsieg in Folge.

Zao Japan ist ein guter Boden für Eva Pinkelnig. Denn die Dornbirnerin konnte nach ihrem ersten Skisprung-Weltcupsieg überhaupt am vergangenen Wochenende in Sapporo nun auch in Zao nachlegen und das erste Einzelspringen für sich entscheiden. Damit schaffte die 31-Jährige den zweiten Erfolg in Serie. Für Pinkelnig selbst kaum zu glauben. „Mir fehlen schon wieder die Worte. Es ist einfach ein Traum, der aktuell wahr wird,“ erklärte die 1,59 m große Skispringerin, die die Sprungschanze in Zao beherrschte wie keine andere Springerin. In beiden Durchgängen erzielte Pinkelnig klare Bestweiten und konnte damit auch die japanische Lokalmatadorin Sara Takanashi auf Rang zwei verweisen. Der Grund, warum sich die doppelte Silbermedaillengewinnerin von Seefeld 2019 so wohl fühlt in Japan, liegt für sie auf der Hand: „Der Unterschied zu Sapporo ist gar nicht so groß. Auch wenn das hier in Zao eine kleinere Normalschanze ist. Wichtig ist einfach, möglichst weit springen und ein sauberer Telemark.“ Komplettiert wurde der Erfolg der ÖSV-Skispringerinnen durch den dritten Platz von Chiara Hölzl, den vierten Rang durch Sara Marita Kramer und den zehnten Rang von Daniela Iraschko-Stolz. Was auch Pinkelnig goutierte: „Erneut mit einer Teamkollegin am Stockerl zu stehen, freut mich wahnsinnig.“

Mit Tränen in den Augen

Cheftrainer Harald Rodlauer zeigte sich aufgrund der Erfolge in Übersee dementsprechend zufrieden, eine Erklärung für die tollen Leistungen der Springerinnen hat aber auch er nicht. „Ich werde aktuell gerade oft gefragt, was wir heuer anders machen, ob wir großartig etwas verändert haben. Und ich sage immer: Eigentlich machen wir nichts Besonderes, wir arbeiten einfach als Team hervorragend zusammen“, so Rodlauer. Er unterlegt das Statement mit einer kleinen Anekdote über Pinkelnig: „Eva ist nach dem Sieg mit Tränen in den Augen zu mir gekommen und hat sich für die gute Zusammenarbeit bedankt. Die Chemie passt gut.“

Damit seine Athletinnen weiterhin so stark und erfolgreich springen, will Rodlauer „weiterhin jeder Sportlerin ihre Individualität zugestehen. Meine Aufgabe ist es jetzt, die positive Energie in der gesamten Mannschaft möglichst lange aufrechtzuerhalten.“ Bereits heute (ab 9 Uhr) geht der Teambewerb über die Bühne, bei dem Iraschko-Stolz, Hölzl, Kramer und eben Pinkelnig nominiert sind. Letztgenannte ist dafür schon wieder im Angriffsmodus: „Im Team will ich wieder weite Sprünge zeigen und möglichst viel Spaß mit dem Team haben.“ Am Sonntag (ab 8 Uhr) findet der zweite Einzelbewerb statt.

„Mir fehlen schon wieder die Worte. Es ist einfach ein Traum, der aktuell wahr wird.“

Skispringen

Weltcup der Damen in Zao (Jpn)

1. Eva Pinkelnig (AUT)  232,3 Punkte (97,5/95,5 m)

2. Sara Takanashi (JPN)  215,0 (92,5/91,5)

3. Chiara Hölzl (AUT)  212,6 (90,5/92,5)

4. Marita Kramer (AUT)  205,7 (88/94,5)

5. Maren Lundby (NOR)  201,6 (86/92)

6. Nika Kriznar (SLO)  201,4 (90,5/88)

Weiter: 10. Daniela Iraschko-Stolz 188,9 (88,5/84,5), 17. Jacqueline Seifriedsberger 169,7 (86/81,5), 25. Lisa Eder (alle AUT) 159,1 (78,5/86)

Weltcup-Gesamtwertung (6 von 21 Bewerben)

1. Maren Lundby (NOR)  450 Punkte

2. Eva Pinkelnig (AUT)  409

3. Chiara Hölzl (AUT)  390

4. Sara Takanashi (JPN)  314

5. Marita Kramer (AUT)  253

Weiter: 8. Daniela Iraschko-Stolz 195, 12. Jaqueline Seifriedsberger 122 (alle AUT)

Nationencup

1. Österreich  1.396 Punkte

2. Japan  701 Punkte

3. Norwegen  690 Punkte