„Podium kein Selbstläufer“

Sport / 17.01.2020 • 22:31 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Nach zwölf Etappen mit 7142 Kilometern belegte Matthias Walkner Rang fünf bei der Dakar-Rallye 2020. GEPA
Nach zwölf Etappen mit 7142 Kilometern belegte Matthias Walkner Rang fünf bei der Dakar-Rallye 2020. GEPA

Walkner beendet Dakar als Fünfter. Siege für Brabec und Sainz bei Offroad-Klassiker.

Qiddiya Matthias Walkner hat die Rallye Dakar 2020 nicht auf dem Podest beendet. Der Salzburger schloss die in diesem Jahr in der saudischen Wüste ausgetragene Extrem-Rallye nach zwölf Etappen auf dem guten fünften Gesamtrang ab. Sieger der Motorradwertung wurde der US-Amerikaner Ricky Brabec, der auf seiner Honda eine 18 Jahre anhaltende Siegesserie von KTM beendete. Die Autowertung entschied der spanische Routinier Carlos Sainz zum dritten Mal (2010, 2018) für sich. Der 57-Jährige setzte sich nach vier gewonnenen Etappen mit seinem Beifahrer Lucas Cruz 6:21 Minuten vor dem Titelverteidiger Nasser Al-Attiyah/ Matthieu Baumel (Toyota) aus Katar durch. Ex-Formel-1-Star Fernando Alonso und sein spanischer Beifahrer Marc Coma wurden Gesamt-13.

Enttäuschung hält sich in Grenzen

Walkner hatte den berühmt-berüchtigten Offroad-Klassiker zuletzt drei Mal in Folge unter den ersten Drei bewältigt, darunter 2018 als Sieger. Am Ende seines fünften Antretens hatte er exakt 35 Minuten Rückstand auf den Gewinner, auf das anvisierte Stockerl fehlten knapp elf Minuten. „Es öffnet vielleicht auch ein wenig die Augen, dass ein Podium bei der Rallye Dakar kein Selbstläufer ist, sondern wirklich hart erkämpft. Dreck aus dem Gesicht wischen, weiter trainieren und nächstes Jahr schaut es wieder anders aus“, erklärte der 33-Jährige in einer ersten Stellungnahme.

Die Stürze des tödlich verunglückten Portugiesen Paulo Goncalves und des schwerverletzten Niederländers Edwin Straver überschatteten die diesjährige Dakar-Rallye. Walkner war froh, gesund im Ziel zu stehen. „Die zwei schlimmen Stürze öffnen einem schon die Augen. Von dem her muss man froh sein, wenn man das alles mitnehmen kann und gesund ins Ziel kommt. Meine Enttäuschung hält sich also in Grenzen.“

Über persönliche Siege, nämlich die Zielankunft, freuten sich die österreichischen Motorrad-Privatfahrer Nicolas Brabeck-Letmathe und Martin Freinademetz. Der in Peru lebende Brabeck-Letmathe wurde 50. (+15:28:49 Stunden), Freinademetz meisterte seine erste Dakar nach zehn Jahren Pause als 71. (+19:31:27) ebenfalls erfolgreich.