Rodel-Duo Steu/Koller mit erster EM-Medaille

Sport / 18.01.2020 • 16:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Rodel-Asse Thomas Steu und Lorenz Koller fuhren in Lillehammer zur ersten EM-Medaille.<span class="copyright">Dpa</span>
Die Rodel-Asse Thomas Steu und Lorenz Koller fuhren in Lillehammer zur ersten EM-Medaille.Dpa

Bei der Rodel-Europameisterschaft in Lillehammer holen Thomas Steu und Lorenz Koller Silbermedaille auf der Kunsteisbahn.

Markus Krautberger

Lillehammer Der Bludenzer Thomas Steu hat mit seinem Rodel-Kollegen Lorenz Koller auf der Kunsteisbahn von Lillehammer gleich am ersten tag zugeschlagen und sich mit Platz zwei Silber geholt. Das Duo, das in der Vorwoche in Altenberg ihren vierten Weltcupsieg eingefahren hatte, blieben auch im Olympiaeiskanal von 1994 wenig schuldig und eroberten ihre erste EM-Medaille. Die WM-Dritten des Vorjahres musste sich lediglich den Russen Denisev/Antonov geschlagen geben, die neben der Goldmedaille ihren dritten Weltcupsieg fixierten. Auf Rang drei landete mit Yuzhakov/Prokhorov ein weiteres russisches Duo. Die erfolgsverwöhnten deutschen Doppelsitzer hatten diesmal mit der Entscheidung nichts zu tun. Die amtierenden Weltmeister Toni Eggert und Sascha Benecken landeten unmittelbar vor ihren Landsleuten Tobias Wendl und Tobias Arlt auf Rang acht. Yannick Müller und Armin Frauscher beendeten ihr EM-Debüt nach einem Kippsturz im zweiten Lauf auf Rang 17.

„Es war heute einfach sauschwierig, wir haben leider einige Drifts drinnen gehabt, sind aber trotzdem brutal happy. Es ist unsere erste EM-Medaille, das macht die Freude umso größer.“

Thomas Steu, ÖSV-Rodler

Premieren-Gold für Egle

Bärenstark präsentierte sich auch Madeleine Egle: Die 22-jährige Rinnerin, Teil der bronzenen Olympia-Staffel von 2018, raste in der Damen-Konkurrenz auf EM-Rang fünf und entschied die erstmals durchgeführte U-23-EM-Wertung für sich. Am Sonntag steht zunächst die EM-Entscheidung im Einsitzer der Herren auf dem Programm. Neben David Gleirscher, Jonas Müller und Wolfgang Kindl wurde Nico Gleirscher nachnominiert. Reinhard Egger, der während der Trainingswoche überhaupt nicht mit der Bahn zu Recht kam, zog freiwillig zurück. Nico Gleirscher darf sich vor allem in der U-23-Wertung einiges ausrechnen. Abgerundet wird das Lillehammer-Wochenende mit einer Team-Staffel.