Big in Japan

Sport / 19.01.2020 • 19:55 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Skispringerin Eva Pinkelnig hatte in Japan allen Grund zum Lachen. Die 31-Jährige konnte alle Bewerbe in Sapporo und Zao gewinnen. gepa
Skispringerin Eva Pinkelnig hatte in Japan allen Grund zum Lachen. Die 31-Jährige konnte alle Bewerbe in Sapporo und Zao gewinnen. gepa

Eva Pinkelnig gewinnt im Skisprung-Weltcup in Zao alle drei Bewerbe.

Zao Alle guten Dinge sind drei: Die Dornbirnerin Eva Pinkelnig legte im Einzelspringen nach ihrem Sieg in Sapporo vergangenes Wochenende und dem ersten Erfolg in Zao am Freitag nach und gewinnt auch das zweite Einzelspringen am Sonntag. Pinkelnig setzte sich bei ihrem dritten Einzel-Sieg in Serie gegen ihre Teamkollegin Chiara Hölzl und die Norwegerin Maren Lundby durch – was gleichzeitig auch den ersten Doppelerfolg für Österreich im Damen-Weltcup bedeutete.

Und als gäbe es nichts Leichteres als zu siegen, belegte die 31-Jährige im Teambewerb am Samstag auch noch den ersten Platz. Mehr geht einfach nicht. Dementsprechend erfreut war die Springerin des WSV Tschagguns nach ihren Siegen im Land der aufgehenden Sonne. „Ich hätte mir nie erträumt, dass ich das einmal erleben darf. Die letzten Tage waren unglaublich. Es waren nicht nur die Siege, sondern auch so viele zwischenmenschliche Momente, die die Zeit hier in Japan zu einer ganz besonderen in meinem Leben gemacht haben. Ich freue mich auf alles, was heuer noch kommen wird,“ erklärt Pinkelnig, die im Gesamtweltcup nur mehr einen Punkt hinter der Führenden Lundby liegt.

Geschlossene Teamleistung

Österreichs Skispringerinnen haben damit ihre zweiwöchige Japan-Reise mit fünf Siegen und neun Podestplätzen abgeschlossen. Was natürlich Cheftrainer Harald Rodlauer sehr zufrieden stimmt. „Das war eine unglaublich Reise. Was mich heute besonders freut, ist, dass auch die jüngeren Springerinnen durch die Stimmung im Team mitgerissen werden und super Leistungen bringen. Jede bekommt von uns Betreuern die gleiche Wertigkeit und Aufmerksamkeit – das zeichnet uns aktuell gerade als Mannschaft aus. Heute geht es mit dem Flieger nach Hause, wir werden schauen, dass wir den Schwung im Gepäck mitbringen,“ so Rodlauer, der auf den nächsten Bewerb ins Rasnov (Rou) hinweist. Am 8./9. Februar können die Damen dann endlich ihr Können auf einer Heimschanze zeigen, wenn es in Hinzenbach (OÖ) um Siege geht. VN-MKR

„Die letzten Tage waren unglaublich. Ich hätte mir nie erträumt, so etwas mal zu erleben“

Skispringen

Teamspringen in Zao (Jpn)

1. Österreich  889,4 Punkte

Daniela Iraschko-Stolz/86,5 m, 85,0 m; Marita Kramer/92,5, 87,0; Chiara Hölzl/95,0, 93,5; Eva Pinkelnig/97,5, 96,5

2. Japan  749,0

Ito Yuki/75,0, 79,5; Nozomi Maruyama/84,0, 86,5; Sara Takanashi/91,5, 86,5; Yuka Seto/86,5, 92,0

3. Norwegen  748,6

Anna Odine Ström/84,0, 87,5; Ingebjörg Saglien Braaten/77,5, 79,0; Silje Opseth/80,0, 83,0; Maren Lundby/96,0, 98,0

4. Russland  722,6

5. Slowenien  711,7

6. Deutschland  667,3

7. Italien  593,6

8. Polen  562,7

Weltcup der Damen in Zao (Jpn)/2. Einzelspringen

1. Eva Pinkelnig (AUT) 226,5 Punkte (99/95 m)

2. Chiara Hölzl (AUT) 224,7 (97,5/97,5)

3. Maren Lundby (NOR) 213,1 (92/92,5)

4. Sara Takanashi (JPN) 206,9 (92,5/90,5)

5. Katharina Althaus (GER) 202,1 (93/89)

6. Juliane Seyfarth (GER) 198,8 (94,5/92,5).

Weiter: 7. Marita Kramer 198,0 (87,5/93,5) – 9. Daniela Iraschko-Stolz 187,4 (88/91) – 13. Lisa Eder 179,3 (88,5/87,5) – 16. Jacqueline Seifriedsberger (alle AUT) 175,2 (87,5/83)

Weltcup-Gesamtwertung (7 von 21 Bewerben)

1. Maren Lundby (NOR)  510 Punkte

2. Eva Pinkelnig (AUT)  509

3. Chiara Hölzl (AUT)  470

4. Sara Takanashi (JPN)  364

5. Marita Kramer (AUT)  289

Weiter: 8. Daniela Iraschko-Stolz 224, 12. Jaqueline Seifriedsberger 137 (alle AUT)

Nationencup

1. Österreich  2076 Punkte

2. Japan  1155 Punkte

3. Norwegen  1058 Punkte