Mayer fehlten sieben Hundertstel

Sport / 19.01.2020 • 18:09 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Beat Feuz zog nach Siegen am Lauberhorn mit Franz Klammer gleich.ap
Beat Feuz zog nach Siegen am Lauberhorn mit Franz Klammer gleich.ap

Platz vier in Wengen, Feuz feierte den dritten Sieg am Lauberhorn.

Wengen Österreichs Speedpiloten haben in Wengen nicht das richtige Rezept gegen die großen Zwei des Abfahrtssports gefunden. Weil hinter Beat Feuz und Dominik Paris (+0,29 Sek.) auch noch Thomas Dreßen dazwischenfunkte (0,31), musste sich Kombinationssieger Matthias Mayer mit Rang vier begnügen (0,38), Vincent Kriechmayr wurde Achter, Daniel Danklmaier Zwölfter.

Für Feuz war es bereits der 13. Weltcupsieg seiner Karriere, der Dritte in der Abfahrt auf dem Lauberhorn nach 2012 und 2018. Wegen des Schneefalls in der Nacht war ein Rennen über die gesamte Distanz nicht möglich gewesen, gestartet wurde bei besten Verhältnissen ab dem Kombinationsstart, 32.000 Zuschauer waren entlang der Strecke mit dabei. „Vor zehn Jahren habe ich meine Premiere gegeben und mir gedacht: Die Strecke mag ich nie. Sie ist lang, hat Flachstücke – eigentlich alles, was ich nicht mag. Drei Jahre später hat es funktioniert und seither ist es eine Liebesbeziehung“, sagte Feuz.

Es war mehr möglich

Mayer, der das zweite Training und die Kombiabfahrt dominiert hatte, fand es „extrem schade“, dass er den Podestplatz verpasst hat, nur um sieben Hundertstelsekunden ist er vorbeigeschrammt. „Ich hatte zwei Teile, wo ich sehr viel Zeit verloren habe. Am Start oben komischerweise, wo es heute überhaupt nicht hingehaut hat, und was eigentlich noch blöder war, nach dem Tunnel, da hat es mir im Flachen einmal den Ski verschnitten, das hat mich im Gleitstück einiges gekostet“, wusste Mayer, woran es gelegen war.

Es sei eine super Woche gewesen, er sei immer gut gefahren, erklärte Mayer. „Gestern war natürlich gewaltig. Und heute wäre auf jeden Fall mehr drinnen gewesen.“ Der Kombitag sei lange gewesen, aber kräftemäßig sei er auch am Samstag voll da gewesen. „Ich habe aber nicht gleich einschlafen können, ich habe bis Mitternacht gebraucht, bis ich ein Auge zugetan habe.“

Nicht rund lief die Wengen-Woche für Vorjahressieger Kriechmayr. „Ich weiß nicht, was da los ist, aber es funktioniert gerade nicht so. Ich muss mal analysieren und mir das Rennen in Ruhe anschauen“, sagte der Oberösterreicher, der 0,93 Rückstand hatte. Der Anspruch sollte sein, vorne mitzufahren, das habe er nicht geschafft.

Zufrieden sein durfte indes Danklmaier, der mit Platz zwölf (+1,10) das zweitbeste Karriereergebnis nach Rang fünf im Vorjahr in Kitzbühel einfuhr. „Ich bin echt zufrieden, es war eine gute Leistung, ich bin sehr happy mit meiner Fahrt“, sagte der Steirer.

SKI-weltcup

Herrenabfahrt Wengen

1. Beat Feuz (SUI)   1:42,53

2. Dominik Paris (ITA)  1:42,82 +0,29

3. Thomas Dreßen (GER)  1:42,84 +0,31

4. Matthias Mayer (AUT)  1:42,91 +0,38

5. Mauro Caviezel (SUI) 1:42,95 +0,42

6. A. Aamodt Kilde (NOR) 1:43,01 +0,48

7. Bryce Bennett (USA)  1:43,40 +0,87

8. Vincent Kriechmayr (AUT) 1:43,46 +0,93

Niels Hintermann (SUI)  1:43,46 +0,93

10. Ralph Weber (SUI) 1:43,53 +1,00

11. Kjetil Jansrud (NOR) 1:43,61 +1,08

12. Daniel Danklmaier (AUT) 1:43,63 +1,10

13. Manuel Schmid (GER)  1:43,69 +1,16

14. Ryan Cochran-Siegle (USA)  1:43,83 +1,30

15. Nils Allegre (FRA)   1:44,07 +1,54

Otmar Striedinger (AUT)   1:44,07 +1,54

Mattia Casse (ITA)   1:44,07 +1,54

Carlo Janka (SUI)   1:44,07 +1,54

19. Cameron Alexander (CAN) 1:44,10 +1,57

Maxence Muzaton (FRA) 1:44,10 +1,57

21. Steven Nyman (USA)  1:44,12 +1,59

22. Jared Goldberg (USA)  1:44,15 +1,62

23. Davide Cazzaniga (ITA) 1:44,18 +1,65

24. Romed Baumann (GER)   1:44,33 +1,80

25. Matthieu Bailet (FRA)  1:44,35 +1,82

26. Lars Rösti (SUI)  1:44,37 +1,84

31. Johannes Kröll (AUT)  1:44,62 +2,09

44. Christian Walder (AUT)  1:45,05 +2,52

50. Max Franz (AUT)  1:45,63 +3,10

52. Stefan Babinsky (AUT)  1:45,74 +3,21