Tao allein in Hakuba

Sport / 20.01.2020 • 20:16 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Will bei den Contests locker bleiben, auch wenn sich Tao Kreibich persönlich einiges vorgenommen hat.privat
Will bei den Contests locker bleiben, auch wenn sich Tao Kreibich persönlich einiges vorgenommen hat.privat

In der Nacht auf heute feierte Tao Kreibich seine Premiere bei der Freeride World Tour.

Hakuba Alles neu, alles ein wenig größer, alles ein wenig ungewohnt – und doch ist er schnell hineingewachsen. Die Rede ist von Tao Kreibich, Vorarlbergs einzigem Teilnehmer an der Freeride World Tour. Geduldig hat er auf seine Chance hingearbeitet, Geduld musste er auch haben, als im April 2019 nach einem langatmigen Contest in Andorra seine Qualifikation für die Champions League der Freerider endlich feststand. Ausdauer und Beharrlichkeit zählen zu den Attributen, die den 22-Jährigen auszeichnen. Immerhin wusste er, der schon als Zweijähriger ein erstes Mal auf den Skiern stand, nach seinen Jahren im Vorarlberger Skiverband (VSV) sehr schnell, dass ihm das freie Skifahren besser liegt. Dafür bereiste er die Welt, trainierte den Sommer über in Neuseeland, bestritt Contests im Land der Kiwis, aber auch in Australien oder Nordamerika. Nun darf er in Japan starten – und auch da ist Geduld gefragt. Die Anreise dauert, das Warten auf ein Wetterfenster ebenfalls. Und auch die Vorbereitung, der sogenannte Facecheck, braucht eben Zeit.

Vorarlberg hat Tradition

Inmitten der weltweit besten Freerider will sich der Vorarlberger nun beweisen. Sich auf die Situationen einstellen, konzentriert die Linie im Kopf behalten – all das war gefragt in der Nacht auf heute. Nach vielen Jahren mit mehreren heimischen Teilnehmern auf der Tour ist Aufsteiger Tao Kreibich nunmehr der Ländle-Vertreter. Bei den Snowboardern hatte Gigi Rüf für Japan abgesagt, Thomas Feurstein verzichtet auf die Tour, und Skifahrer Fabio Studer ist nicht qualifiziert und verfolgt andere Ziele. Bei den Damen klafft nach den Rücktritten der ehemaligen Weltmeisterinnen Lorraine Huber (2017) und Nadine Wallner (2013, 2014) ein Loch.

Kreibich kann damit gut umgehen, setzt sich nicht unter Druck. In Japan hat er sich schnell akklimatisiert. „Das Essen ist super, das Land sehr cool und die Kultur absolut interessant. Ich fühle mich bereit und freue mich auf den ersten Contest.“

„Langsam wird es ernst. Schon etwas stressig, aber die Freude ist riesig.“

Freeride World Tour

Die Stationen der Tour 2020

Hakuba, Japan

Kicking Horse, Kanada 6. bis 12. Februar

Ordino Arcalis, Andorra 28. Februar bis 4. März

Fieberbrunn, Österreich 7. bis 13. März

Xtreme Verbier, Schweiz 28. März bis 4. April