Ein Sturz verhinderte Topplatzierung

Sport / 21.01.2020 • 21:54 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Mit seinem waghalsig anmutenden Backflip vermochte Tao Kreibich die Jury zu überzeugen, erst ein Sturz im Schlussabschnitt verhinderte eine Platzierung unter den Top fünf.DDaher
Mit seinem waghalsig anmutenden Backflip vermochte Tao Kreibich die Jury zu überzeugen, erst ein Sturz im Schlussabschnitt verhinderte eine Platzierung unter den Top fünf.DDaher

Tao Kreibich beim FWT-Start auf Platz 18.

Hakuba Es passierte in der Schlusssequenz, als er bei einem 360er im Schnee hängen blieb. Tao Kreibich konnte den Sturz bei seiner Premiere im Rahmen der Freeride World Tour nicht mehr vermeiden und wurde im Klassement von den Judges durchgereicht. „Schade, ich hatte echt einen Wahnsinnsrun. Womöglich hätte es für die Top fünf gereicht.“ Vor allem, weil der 22-Jährige einen blitzsauberen Backflip in den Hang setzte. Auch sonst fand der Vorarlberger eine coole Linie vom 1790 m hohen Kuzureizawa hinab.

Die „South Bowl“ diente dabei in Hakuba erstmals als Wettkampfhang. Das Ziel an dem bis zu 45 Grad steilen Face lag schließlich 370 Höhenmeter tiefer. Die Verhältnisse waren anspruchsvoll, weil zeitweise flaches Licht herrschte und die Schneemenge für Japan eher moderat war. Die Siege sicherten sich Hedvig Wessle (NOR) und Drew Tabke (USA) bei den Alpinfahrern sowie Marion Haerty (FRA) und Victor De Le Rue (FRA) bei den Snowboardern.

Vorfreude auf Kanada

Erst Stunden nach dem Bewerb legte sich bei Kreibich der Stress rund um seinen Debütauftritt im Rahmen der World Tour. „Ich weiß eigentlich gar nicht, wie ich mich fühlen soll“, sagte er gegenüber den VN. „Naja, ich weiß jetzt, dass ich ganz vorne mitmischen kann und genau das werde ich in Kanada (Anm. d. Red.: Kicking Horse) machen.“ Nach den Erlebnissen und Erfahrungen in Japan brennt Kreibich schon auf den nächsten Tourstopp. „Ich bin jetzt noch viel heißer als zuvor“, lautet deshalb seine Kampfansage an die Konkurrenz.

Abschied mit gutem Gefühl

Am Ende verlässt der Vorarlberger Hakuba, ein Dorf in den Japanischen Bergen, unweit der Stadt Nagano, wo 1998 die Olympischen Winterspiele stattfanden, doch mit einem sehr guten Gefühl. „Ich hatte viel Spaß und fühlte mich gut, bis ich kurz vor dem Ziel ein besseres Resultat weggegeben habe.“ Am Programm steht nun eine kurze Erholungsphase in der Heimat, wo er neue Kraft tanken möchte. Schon am 2. Februar erfolgt dann der Abflug nach Kanada, wo das Contest-Fenster vom 6. bis 12. Februar geöffnet ist.

„Ich kann es kaum erwarten, bis ich wieder im Startgate stehe und zeigen kann, was los ist.“