„Ein klares Zeichen, dass der Handball in Österreich im Aufwind ist“

Sport / 23.01.2020 • 20:43 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Robert Weber genoß das Interesse der Fans in der Stadthalle.GEPA
Robert Weber genoß das Interesse der Fans in der Stadthalle.GEPA

EURO 2020 war sportlich, organisatorisch und wirtschaftlich ein großer Erfolg für Österreich.

Wien Mit Platz acht bei der am Wochenende zu Ende gehenden EURO 2020 haben Österreichs Handballer für das beste Endrundenresultat der Geschichte gesorgt. Der Österreichische Handballbund (ÖHB) bilanzierte aber nicht nur aus sportlichen Gründen höchst zufrieden. Auch organisatorisch und wirtschaftlich ist die zweite Heim-EM nach 2010 wunschgemäß verlaufen. „Es war in allen Belangen eine perfekte Endrunde, wie wir es uns vor Beginn gewünscht haben“, betonte ÖHB-Marketingchef Christoph Joklik stolz. „Die bislang vorliegenden Zahlen bestätigen eindrücklich, dass sich der Handball in Österreich im Aufwind befindet. Wir hatten eine 86-prozentige Auslastung in Graz (Vorrunde) und Wien (Vor- und Hauptrunde). Bei den sieben Auftritten von Österreich in der Stadthalle wurden über 55.000 Zuschauer gezählt. Kumuliert haben im Schnitt 6400 pro Spiel und knapp 155.000 Zuschauer die 24 Partien in Österreich auf den Rängen verfolgt“, so Joklik.

Das Zuschauerinteresse war nicht nur der Stimmung zuträglich, sondern auch von großer finanzieller Bedeutung. Während die Gelder aus den TV-Rechten oder der Bandenwerbung fast ausschließlich an die Europäische Handballföderation (EHF) gehen, verbleiben rund 90 Prozent der Ticketeinnahmen beim Veranstalter. Noch steht die finale Abrechnung der erstmals mit 24 Nationen und drei Gastgeberländern zusammen mit Norwegen und Schweden) ausgetragenen Endrunde aus. ÖHB-Generalsekretär Bernd Rabenseifner ist aber zuversichtlich, dass von den budgetierten sechs Millionen Euro am Ende etwas übrig bleiben wird.

Bekanntheitsgrad gesteigert

Rabenseifner nahm auch das gesteigerte mediale Berichterstattung mit Freude zur Kenntnis. „Von der Darstellung in der Öffentlichkeit her war das die perfekte Werbung, die wir mit Geld nicht bezahlen könnten.“ Vor allem den Umstand, dass alle sieben Partien live auf ORF übertragen wurden, bezeichnete Rabenseifner als revolutionär.

Anlässlich des Partie gegen Nordmazedonien in der Vorrunde markierte man mit 419.000 Zusehern die höchste in Österreich jemals gemessene Reichweite bei einem Handballspiel. Durchschnittlich waren die meisten Zuschauer mit 368.000 Sehern beim Klassiker Österreich gegen Deutschland dabei. Joklik und Rabenseifner betonten unisono aber auch, dass ohne den sportlichen Höhenflug des ÖHB-Teams, der noch eine Steigerung gegenüber dem neunten Platz bei der Heim-EM 2010 brachte, all das nicht möglich gewesen wäre und mit der EURO 2020 ein Meilenstein gesetzt wurde. VN-JD