Im Super-G greifen zwei nach Kristall

Sport / 23.01.2020 • 22:11 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Matthias Mayer fährt in Kitzbühel auf Angriff.gepa
Matthias Mayer fährt in Kitzbühel auf Angriff.gepa

Kriechmayr und Mayer starten in Kitz aus Pole Position.

Kitzbühel Mit einer Doppelführung im Disziplinweltcup starten Österreichs Speedpiloten heute zum Auftakt der 80. Hahnenkammrennen in den Super-G. Der letzte Weltcup-Super-G liegt mit 20. Dezember über ein Monat zurück, Vincent Kriechmayr holte den Sieg in Gröden. „Im Kampf um die Kugel ist Kitzbühel ein wichtiges Rennen“, weiß freilich auch Olympiasieger Matthias Mayer.

Zusätzlich zum Sieg wurde Kriechmayr Dritter in Lake Louise und Siebenter beim Erfolg des nun am Knie verletzten und fehlenden Marco Odermatt in Beaver Creek, was ihn mit 196 Punkten die Führung im Disziplinweltcup vor Mayer (184), Aleksander Aamodt Kilde (156) und Mauro Caviezel (155) einbrachte. Mayer begann mit dem Sieg in Kanada, wurde Dritter in den USA, patzte aber etwas als Elfter in Südtirol.

Kriechmayr, im Vorjahr hinter dem – heuer außer Form befindlichen – Josef Ferstl, Johan Clarey und Paris vor Mayer Vierter, erklärte, dass der Charakter des Super-G in Kitz jenem der Abfahrt nicht unähnlich ist. „Es ist sehr viel Tempo drinnen. Aber der Radius ist wesentlich enger. Letztes Jahr hat es ganz gut funktioniert, ich habe sogar noch einen Fehler gemacht, sonst hätte ich weiter vorne sein können. Gut analysieren und versuchen, das umzusetzen und da weiterzumachen, wo ich aufgehört habe.“

Sehr zufrieden

Mayer versprach, ordentlich anzugreifen. Er gewann den Super-G auf der Streifalm bereits 2017. Überhaupt hat er eine sehenswerte Bilanz aufzuweisen, kommen auf dem Hahnenkamm doch auch zwei zweite, ein dritter und eben der fünfte Platz 2019 dazu. „Die Abfahrt wird l immer einen höheren Stellenwert haben, aber rein vom Sportlichen her sehe ich den Super-G sicherlich gleichwertig.“

Im Kampf um die Kugel sei noch einiges möglich. „Es gab mit der Abfahrt in Beaver Creek und dem Super-G in Gröden nur zwei Rennen, die für mich persönlich nicht nach Wunsch gelaufen sind. Der Rest war wirklich super, ich kann sehr zufrieden sein“, sagte der Sieger der Kombination von Wengen.