Baumanns Piefke-Saga soll Erfolgsstory werden

Sport / 24.01.2020 • 20:17 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Romed Baumann startet für den deutschen Skiverband neu durch. gepa
Romed Baumann startet für den deutschen Skiverband neu durch. gepa

Der Tiroler startet für den deutschen Skiverband.

Kitzbühel Romed Baumann bestreitet heute seine erste Kitzbühel-Abfahrt als Teammitglied des Deutschen Ski-Verbands. Im vorigen Jahr durch die ÖSV-Trainer um einen Start gebracht, will der Doppelstaatsbürger unbedingt zeigen, dass mit ihm noch zu rechnen ist. „Ich glaube, er fährt ein bissel mit Wut im Bauch“, verriet DSV-Kollege Josef Ferstl. „Letztes Jahr ist er gar nicht gefahren. Da haben sie ihn nicht starten lassen, und das hat ihn extrem gewurmt.“

Geboren ist Baumann vor fast genau 34 Jahren in St. Johann in Tirol, wenige Kilometer von Kitzbühel entfernt, aufgewachsen im Biathlon-Hotspot Hochfilzen. Am Fuße des Hahnenkamms stand er 2012, beim fünften und letzten Triumph des Schweizer Rekordsiegers Didier Cuche, sogar einmal als Zweiter auf dem Podest. Danach fuhr er 2015 als Siebenter noch einmal in die Top Ten. Bei seinem bisher letzten Einsatz verpasste er 2018 als 31. knapp die Punkteränge.

Im Jahr 2019 fiel Baumann, er mit einer Deutschen verheiratet ist und zwei kleine Töchter hat, um seine Heimrennen um. Denn in der österreichischen Mannschaft gab es gemäß Trainerentscheid weder in Super-G noch in Abfahrt einen Platz für den Tiroler. Doch nach der Annahme der deutschen Staatsbürgerschaft und dem Wechsel des Verbands fährt Baumann nun im Zebra-Outfit des Nachbarlands und hat neue Motivation geschöpft. Das soll idealerweise in Kitzbühel augenscheinlich werden.

Keine Steine in den Weg gelegt

Gegen seine alte sportliche Heimat gibt es von Baumann kein Nachtreten. „Der ÖSV hat mir keine Steine in den Weg gelegt. Ich habe gefragt und gesagt, dass ich weiterfahren möchte. Der Andi (Herren-Rennsportleiter Andreas Puelacher; Anm.) hat mir im Februar eigentlich schon kommuniziert gehabt, dass ich keinen Kaderstatus mehr haben werde. Dann habe ich mir überlegt, was meine Optionen sind“, berichtete er.

Nicht richtig anfreunden kann sich hingegen Ferstl mit der Vorgehensweise des ÖSV. „Wie das abgelaufen ist, ist für mich nicht ganz in Ordnung. Das Leistungsprinzip in Österreich ist natürlich sehr hoch. Ich finde halt, der Romed hat schon sehr viel gezeigt und sehr viel gemacht für Österreich.“

Totzdem freue er sich aber über den Zuwachs im Team. „Romed ist ein cooler Typ. Es ist nicht so einfach, in ein fremdes Team zu kommen. Aber er hat es kapiert, sich einzubringen“, sagte Ferstl. „Er fühlt sich, glaube ich, bei uns sehr wohl, und wir sind froh, dass er dabei ist. Wenn er schnell Ski fährt, ist es schlussendlich nur gut für uns. Er nimmt keinen Startplatz weg, er ist eine Bereicherung für das Team.“

SKI-weltcup

Herren, gesamt (22)

1. Henrik Kristoffersen (NOR) 691

2. Alexander Aamodt Kilde (NOR)  671

3. Alexis Pinturault (FRA)  642

4. Matthias Mayer (AUT)  592

5. Dominik Paris (ITA)  556

6. Beat Feuz (SUI)   497

7. Vincent Kriechmayr (AUT)  458

8. Kjetil Jansrud (NOR) 394

9. Clement Noel (FRA) 340

10. Daniel Yule (SUI)  335

18. Marco Schwarz (AUT) 232

31. Hannes Reichelt (AUT) 155

37. Roland Leitinger (AUT) 130

56. Daniel Danklmaier (AUT) 88

64. Christian Hirschbühl (AUT) 72

108. Johannes Strolz (AUT) 26

Herren, Super-G (4)

1. Matthias Mayer (AUT) 264

2. Kjetil Jansrud (NOR) 236

3. Vincent Kriechmayr (AUT) 236

4. Alexander Aamodt Kilde (NOR)  236

5. Mauro Caviezel (SUI)  205

6. Marco Odermatt (SUI)  163

7. Dominik Paris (ITA)  145

8. Mattia Casse (ITA)  132

9. Thomas Dreßen (GER)  104

10. Beat Feuz (SUI)  97

13. Hannes Reichelt (AUT)  81

14. Alexis Pinturault (FRA)  79

18. Christian Walder (AUT)  44

22. Max Franz (AUT)  32

28. Daniel Danklmaier (AUT)  22

40. Stefan Babinsky (AUT)   11

Damen, gesamt (19)

1. Mikaela Shiffrin (USA)   1075

2. Federica Brignone (ITA)  795

3. Petra Vlhova (SVK)   766

4. Wendy Holdener (SUI)  493

5. Marta Bassino (ITA)  460

6. Michelle Gisin (SUI)  405

7. Viktoria Rebensburg (GER)  387

8. Sofia Goggia (ITA)  349

9. Corinne Suter (SUI)  343

10. Katharina Liensberger (AUT)  332

13. Nicole Schmidhofer (AUT)  236

16. Katharina Truppe (AUT)  224

23. Ramona Siebenhofer (AUT)  184

25. Stephanie Venier (AUT)  171

31. Nina Ortlieb (AUT)   152

77. Christine Scheyer (AUT)  29

Damen, Abfahrt (4)

1. Corinne Suter (SUI)  243

2. Mikaela Shiffrin (USA)  206

3. Ester Ledecka (CZE)  193

4. Nicole Schmidhofer (AUT)  154

5. Francesca Marsaglia (ITA)  132

6. Sofia Goggia (ITA)  112

7. Nicol Delago (ITA)  111

8. Kira Weidle (GER)   111

9. Stephanie Venier (AUT)  103

10. Viktoria Rebensburg (GER)  96

14. Nina Ortlieb (AUT)  88

16. Ramona Siebenhofer (AUT)  84

20. Tamara Tippler (AUT)   66

24. Mirjam Puchner (AUT)  40

27. Elisabeth Reisinger (AUT)   35

31. Christine Scheyer (AUT)  29

Mannschaft Herren (22)

1. Schweiz   2974

2. Norwegen   2752

3. Frankreich  2592

4. Österreich   2312

5. Italien  1465

Mannschaft Damen (19)

1. Italien   2404

2. Österreich   2314

3. Schweiz  1870

4. USA  1298

5. Norwegen  1067

Nationencup (39)

1. Schweiz  4844

2. Österreich  4626

3. Italien   3869

4. Norwegen  3792