Hütter-Elf besiegt Spitzenreiter RB Leipzig

Sport / 25.01.2020 • 17:50 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Es läuft im Jahr 2020 für den Altacher Adi Hütter mit Eintracht Frankfurt. Nach dem Auswärtssieg bei Hoffenheim besiegt man heute Spitzenreiter RB Leipzig. GEPA

Der Altacher Adi Hütter auf der Trainerbank von Eintracht Frankfurt überrascht mit einem 2:0-Sieg über Tabellenführer RB Leipzig.

Frankfurt Tabellenführer RB Leipzig hat im Titelrennen der Bundesliga unerwartet Federn gelassen und bei Eintracht Frankfurt erstmals seit Oktober wieder eine Niederlage kassiert. Die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann unterlag den Hessen nach zuvor acht Siegen aus den letzten neun Liga-Spielen mit 0:2 (0:0). Ein Traumtor von Verteidiger Almamy Toure (48.) und ein Treffer von Filip Kostic (90.+4) entschieden die Partie zugunsten der Eintracht. Leipzig bleibt trotz der erst dritten Saisonpleite auch nach dem 19. Spieltag an der Spitze, büßte allerdings an Vorsprung ein. Die zuvor letzte Niederlage hatte RB am 9. Spieltag beim SC Freiburg kassiert (1:2). Frankfurt festigt derweil durch den zweiten Sieg im zweiten Spiel des Jahres seinen Platz im Tabellenmittelfeld.

Zu Beginn war Leipzig die wesentlich aktivere und gefährlichere Mannschaft gewesen. Ein Kopfball von Verteidiger Dayot Upamecano (7.) nach einer Ecke bedeutete die erste Torchance. Kurz danach scheiterte Nationalspieler Timo Werner (8.) am stark reagierenden Kevin Trapp, der auch in der Folge im Fokus stand.

Filip Kostic erzielte den Treffer zum 2:0 und legte die Partie endgültig auf Eis. <span class="copyright">AFP</span>
Filip Kostic erzielte den Treffer zum 2:0 und legte die Partie endgültig auf Eis. AFP

Bei gefährlichen Abschlüssen von Christopher Nkunku (17.) und Patrik Schick (18.) rettete der SGE-Keeper sein Team erneut vor einem Rückstand. Spätestens jetzt wurde klar, warum die Leipziger in den letzten neun Bundesliga-Spielen stets mindestens drei Tore erzielt hatten. Zumal Trainer Julian Nagelsmann vor dem Spiel bei Sky „gedroht“ hatte: „Wir sind noch nicht am Limit, was die Torausbeute angeht.“

Tatsächlich gelang es den Leipzigern bis zur Pause nicht, aus ihrer klaren spielerischen Überlegenheit etwas Zählbares zu machen. Obwohl vor allem Werner ein ständiger Unruheherd war, hielt die Eintracht-Defensive dem Ansturm zunächst stand. Auf der Gegenseite kamen die Gastgeber selbst allerdings kaum einmal zu Torchancen, sodass es folgerichtig torlos in die Pause ging.

Assist von Hinteregger

Der zweite Durchgang begann dann mit einem Paukenschlag. Nach einem Eckball behauptete der aufgerückte Martin Hinteregger zunächst stark den Ball und legte dann klug zurück auf Toure. Der Franzose nahm den halbhohen Ball direkt und traf damit aus gut 20 Metern äußerst sehenswert ins linke Eck. Es war sein erstes Tor überhaupt für die Eintracht.

Plötzlich waren auch die Frankfurter besser im Spiel. Ein Abschluss von Filip Kostic (60.) sorgte für Gefahr. Der Leipziger Offensivwirbel der ersten Hälfte war verpufft, stattdessen gelangen den Gastgebern nun immer wieder gefährliche Konter. In der Schlussphase warf RB dann noch einmal alles nach vorne und drängte auf den Ausgleich. Doch Kostic sorgte mit einem Konter für die Entscheidung für die Hessen.