Bundesliga nimmt Fahrt auf

Sport / 26.01.2020 • 21:01 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Thomas Müller eröffnete das 5:0-Torfestival der Bayern gegen Schalke, womit die Münchener in der Tabelle wieder an Leipzig herankommen konnten.REUTERS
Thomas Müller eröffnete das 5:0-Torfestival der Bayern gegen Schalke, womit die Münchener in der Tabelle wieder an Leipzig herankommen konnten.REUTERS

Bayern siegt über Schalke mit 5:0, während Adi Hütters Eintracht Leipzig besiegt.

Frankfurt, München Zwei Siege, 9:0 Tore – mit einem Kickstart ins neue Jahr sind die, laut Schalke-Trainer David Wagner „bockstarken Bayern“, auf die Überholspur gewechselt und RB Leipzig näher gerückt. Nur noch einen Punkt liegt der Serienchampion hinter dem Spitzenreiter, der spätestens in zwei Wochen im direkten Duell in München überholt werden soll.

Und während Bayern-Coach Hansi Flick seiner Freude freien Lauf ließ („Für uns war es ein sehr gelungener Spieltag, wir haben die Qualität, um Meister zu werden“), war die Laune bei Leipzig-Trainer Julian Nagelsmann nach dem 0:2 bei Adi Hütters Eintracht aus Frankfurt weniger gut: „So wirst du am Ende halt nur Vierter – wenn es gut läuft“, wetterte der Coach und warf seinen Profis mangelnde Gier auf den Titel sowie fehlende Einstellung im Training vor. Ihre Titelreife müssen die Leipziger nun gegen Borussia Mönchengladbach und in zwei Wochen in München beweisen. Von dem auf mittlerweile einen Punkt geschrumpften Vorsprung auf den FC Bayern wollte Nagelsmann nichts hören. „Wir stehen immer noch oben, aber wenn wir 100 Prozent des Gipfels erreichen wollen, müssen wir noch viel arbeiten“, mahnte er. Sein Team hatte nach neun ungeschlagenen Partien erstmals wieder verloren, es war die dritte Saisonniederlage für den Herbstmeister.

Die Eintracht hocherfreut

Eintracht Frankfurt hingegen untermauerte den Ruf als Favoritenschreck. Das wiedererstarkte Team des Altacher Trainers Adi Hütter feierte nach dem 5:1 gegen den FC Bayern und dem 3:0 gegen Bayer Leverkusen einen weiteren Erfolg gegen ein Spitzenteam. „Vielleicht sollten wir in einer eigenen Liga spielen und sagen: Wir spielen nur noch gegen diese Mannschaften. So eine Art Super League in der Bundesliga“, scherzte Sportvorstand Fredi Bobic, während der Trainer auch Kritik an seinem Team äußeren musste: „„Ich freue mich natürlich sehr über einen Sieg. Wobei ich sagen muss, dass wir in der ersten Halbzeit klar unterlegen waren. In der zweiten Halbzeit haben wir viel mehr in die Zweikämpfe gelegt. Das Tor war sicherlich ein Knackpunkt. Das tut uns sehr gut, nach der Winterpause zwei Spiele, zwei Punkte zu holen. Aber wir haben schon noch einen weiten Weg, um wieder dahin zu kommen, wo wir schonmal waren.“