Nina Ortlieb zeigte in Bansko auf

Sport / 26.01.2020 • 21:30 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Nina Ortlieb (23) lieferte in Bansko konstant gute Leistungen ab. <span class="copyright">GEPA</span>
Nina Ortlieb (23) lieferte in Bansko konstant gute Leistungen ab. GEPA

Die Lecherin schaffte in Bulgarien in der Abfahrt Platz acht und im Super-G den neunten Rang.

Markus Krautberger

Bansko Einen Hattrick für Italien hat die zweite Weltcupabfahrt der Damen am Samstag in Bansko gebracht. Elena Curtoni (28) fuhr 10 bzw. 14 Hundertstelsekunden vor ihren Teamkolleginnen Marta Bassino und Federica Brignone mit hoher Startnummer zum Weltcup-Premierensieg. Vortagessiegerin Mikaela Shiffrin (USA) wurde Vierte. Als beste Österreicherin überraschte Elisabeth Reisinger als 7. vor Nina Ortlieb (23). Die FIS hatte nach dem ausfallsreichen Vortages-Rennen (Ersatz für Val d‘Isere) mit einer späteren Startzeit reagiert sowie einige Tore versetzt, um die eisige und schlagige Piste zu entschärfen. Am meisten profitierte Curtoni davon. Die 28-Jährige fuhr mit Startnummer 28 zum ersten Weltcupsieg.

„Ich habe den Super-G als anspruchsvoller als die Abfahrt empfunden, bin froh, dass ich mich heute ins Ziel gekämpft habe und hoffe darauf, in den nächsten Rennen noch besser zu sein.“

Nina Ortlieb, ÖSV-Skirennläuferin

Starker Lauf von Ortlieb

Für Österreichs leicht verbesserte Damen holten zwei 23-Jährige die Kohlen aus dem Feuer. Reisinger startete als 33. ebenfalls spät und freute sich am Ende über ihr bisher bestes Weltcup-Ergebnis. „Hier ist es wirklich nicht sehr einfach, Piste und Kurssetzung sind sehr anspruchsvoll“, sagte die Oberösterreicherin. Die am Freitag mit Zwischenbestzeit ausgeschiedene Lecherin machte es mit Nummer 28 besser, war aber trotzdem nicht restlos zufrieden. „Wieder haben zwei blöde Fehler einen besseren Platz verhindert“, ärgerte sich die Lecherin. „Sowas darf man sich auf diesem Niveau nicht erlauben.“
Für die arrivierten Teamkolleginnen einzuspringen, sei aber Gebot der Stunde, waren sich Reisinger und Ortlieb einig. „Der Mannschaft tut‘s gut, wenn die Jungen andrücken. Das ist eine untypische Strecke hier, die kennen die Arrivierten noch nicht so gut. Und wo jeder wenig Erfahrung hat, können die Jungen aufmischen,“ meinte Ortlieb. Und genau das tat Ortlieb auch beim Super-G am Sonntag. Erneut landete die Lecherin als Neuntplatzierte hinter Stephanie Venier unter den besten zwei Österreicherinnen in Bansko. „Ich habe den Super-G als anspruchsvoller als die Abfahrt empfunden. Bin froh, dass ich mich heute ins Ziel gekämpft habe und hoffe darauf, in den nächsten Rennen noch besser sein zu können,“ so Ortlieb.

Probleme mit Kurssetzung

Die ÖSV-Damen hatten sichtbar ihre Probleme, obwohl ihnen die Kurssetzung Assingers, der sogar „Vertikalen“ eingebaut hatte, vertraut gewesen sein muss. „Oben war es nicht das Gelbe vom Ei. Zur Zeit fehlt mir ein bisschen das Selbstvertrauen“, sagte Venier im ORF, noch ehe sie wusste, dass sie mit ihrer Fahrt beste Österreicherin wird. Veith war nach ihrer Rückkehr auf die Speedpisten hingegen nicht unzufrieden. „Es war klar, dass es noch viele Möglichkeiten gegeben hätte, schneller zu fahren. Bansko war trotzdem ein Schritt nach vorne“, meinte die Salzburgerin.