Eishockey: Drei Plätze und fünf Hürden

Sport / 27.01.2020 • 23:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Stefan Häußle und seine Dornbirner Kollegen müssen im ersten Spiel der Qualifikationsrunde bei Chris Collins und dem Villacher SV anreisen.
Stefan Häußle und seine Dornbirner Kollegen müssen im ersten Spiel der Qualifikationsrunde bei Chris Collins und dem Villacher SV anreisen.

Dornbirns Qualifikationsgegner unter der Lupe.

Dornbirn Die rote Laterne ist man nicht mehr losgeworden, der Dornbirner EC geht als Elfter und ohne Bonuspunkt nach dem Grunddurchgung in die Qualifikationsrunde der Erste Bank Eishockeyliga. Drei Plätze sind in den kommenden zehn Runden noch für das Meister-Play-off zu vergeben. Der VSV, am Freitag erster Gegner der Bulldogs, geht mit einem Acht-Punkte-Polster in die zweite Runde des Ligageschehens. Die VN nehmen die DEC-Gegner in der Qualifikation – Villach (8), Linz (6), Znojmo (4), Fehervar (2) und Innsbruck (1) – unter die Lupe.
Villach: Brandon Maxwell ist mit einer Fangquote von 91,8 Prozent die Nummer fünf der Erste Bank Eishockeyliga und bester Torhüter der Qualifikationsrundenteams. Der VSV gibt sich mit durchschnittlich 6,7 Strafminuten als bravste Equipe der Liga, gefolgt von den Bulldogs mit 7,8 Prozent. Im Powerplay liegen die Draustädter mit 22,5 Prozent auf Platz drei. Saisonbilanz Dornbirn – VSV: 4:8, 0:5, 1:3, 1:6.
Znojmo: Die Tschechen haben mit Anthony Luciani den punktebesten Spieler (53) in ihren Reihen. Der EBEL-Finalist von 2015/16 fährt in dieser Saison Hochschaubahn, im Jahr 2020 haben die Cracks von Miroslav Frycer erst drei von neun Partien gewonnen. Znojmo konnte von den Bulldogs in dieser Saison noch nicht bezwungen werden. Saisonbilanz Dornbirn – Znojmo: 1:3, 3:4, 2:4, 2:5.
Innsbruck: Die Tiroler wissen nach elf Niederlagen in Serie aktuell nicht, ob sie in dieser Saison nochmals gewinnen können, geschweige denn gegen wen. Torhüter Scott Darlings Werte nähern sich denen seines Vorgängers Connor Motte an, der NHL- und KHL-erprobte Kanadier wird von seinem Trainer Rob Pallin als Tourist bezeichnet. Mit zwei weiteren Pleiten hätten die Haie den Niederlagen-Saisonrekord von Dornbirn (13) eingeholt. Mit Michael Bonvin (27:25 Minuten), Sacha Guimond (27:18) und Jan Lattner (24:31) nehmen drei Innsbrucker die höchsten Belastungen in der Eiszeitstatistik auf sich. Gefolgt übrigens von den Dornbirnern Keaton Ellerby (24:04) und Olivier Magnan (23:23). Saisonbilanz Dornbirn – Innsbruck: 2:1 n. V., 5:2, 1:6, 2:0.
Linz: Brian Lebler ist mit 22 Treffern der beste Torjäger der Liga, Rick Schofield folgt mit 19 auf Platz drei. Die Linzer sind noch dazu die Nummer eins im Überzahlspiel in der EBEL, sie kommen auf stolze 24,4 Prozent. Mit 1327 verbuchten die Oberösterreicher im Grunddurchgang die meisten Torschüsse aller Teams. Der Champion von 2011/12 stellte mit Mit Jeff Glass einen ehemaligen Juniorenweltmeister neu ins Tor. Auf die Bulldogs sind die Cracks von Tom Rowe nicht gut zu sprechen: Wings-Jungstar Julian Pusnik wurde von Sam Antonitsch in eine Pause gecheckt. Saisonbilanz Dornbirn – Linz: 2:3, 0:6, 4:5, 4:3 n. V.
Fehervar: Torhüter Michael Ouzas kann eine Partie allein entscheiden. Von den vergangenen neun Spielen haben die Ungarn aber nur zwei gewonnen. Der Grund, Coach Hannu Järvenpää von seinen Aufgaben zu entbinden und durch Cotrainer Antti Karhula abzulösen. Saisonbilanz Dornbirn – Fehervar: 2:3 n. V., 3:4 n.P., 2:6, 3:1.