DTM mit Fragezeichen

Sport / 29.01.2020 • 19:09 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
DTM-Chef Gerhard Berger ist auf der Suche nach neuen Herstellern.noger
DTM-Chef Gerhard Berger ist auf der Suche nach neuen Herstellern.noger

Notfallplan mit zwei Teams für das Tourenwagen Masters.

München In der Gerüchteküche brodelte es schon länger, nun ist es offiziell. Aston Martin, vom R-Motorsport im benachbarten Kanton St.Gallen bereitgestellt, hat sein DTM-Engagement nach nur einer Saison wieder eingestellt. Gekommen war die Equipe als Ersatz für das Mercedes-Team, das Ende 2018 die DTM verlassen hat. Hintergrund für den DTM-Ausstieg von Aston Martin soll ein Streit mit dem Expartner HWA sein. Das Unternehmen von Hans Werner Aufrecht hatte die Lieferung der Motoren an Aston Martin übernommen, das vorher jahrelang mit Mercedes in der DTM erfolgreich unterwegs war.

Die DTM verliert damit einen Hersteller und vier Autos. Das Starterfeld wäre momentan nur mit 14 Fahrzeugen von BMW und Audi besetzt. Gerhard Berger, Chef der DTM, versucht schon seit längerem neue Hersteller für die Tourenwagenserie zu gewinnen. Der ehemalige Formel-1-Fahrer war schon mehrfach in Japan, lotete das Interesse der Super-GT-Autos von Honda, Toyota und Nissan für das Tourenwagenmasters aus. Die Japaner fahren ihre Serie im gleichen Class-1-Reglement wie die DTM. Kurzfristig ist dies aber kaum vorstellbar und so sieht ein Notfallplan vor, dass Audi und BMW ihre Versuchsträger für die bevorstehende Saison mit ins Starterfeld nehmen. Damit wären schon immerhin 16 Fahrzeuge bei den Läufen dabei und gerade mal zwei weniger als 2019. MNO