Heimkehr an alte Wirkungsstätte

Sport / 29.01.2020 • 22:54 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Klaus Gärtner wird nach Saisonende den Alpla HC Hard verlassen und möchte sich mit dem Meistertitel verabschieden.GEPA
Klaus Gärtner wird nach Saisonende den Alpla HC Hard verlassen und möchte sich mit dem Meistertitel verabschieden.GEPA

Alpla-HC-Hard-Cheftrainer wechselt im Sommer zu Rhein-Neckar Löwen zurück.

Hard Im Sommer 2018 wechselte Klaus Gärtner von den Rhein-Neckar Löwen zum Alpla HC Hard und übernahm das Amt des Cheftrainers. Nun wird der 44-jährige Deutsche am Saisonende an seine alte Wirkungsstätte zurückkehren, beim in Mannheim beheimateten Topclub der Deutschen Bundesliga wieder in die zweite Reihe zurücktreten und die Position des Cotrainers von Chefcoach Kristijan Andresson übernehmen. Vor seinem Wechsel an den Bodensee zu den Roten Teufeln war der in Heidelberg geborene EHF-Mastercoach und ausgebildete Sportwissenschaftler von 2014 bis 2018 bei den Löwen tätig. Zunächst als Nachwuchstrainer und Jugendkoordinator, später dann als Cotrainer unter Nikolaj Jacobsen und holte in dieser Zeit zwei Meistertitel. „Es war keine leichte Entscheidung und ich bin sehr dankbar, dass ich in Hard die Chance bekommen habe, erstmals als Cheftrainer zu arbeiten. Es war sowohl aus sportlicher als auch menschlicher Sicht eine enorm lehrreiche Zeit. Obwohl sich meine Frau und ich in Hard sehr wohl fühlen, zieht es mich zurück in meine Heimat“, erklärt Gärtner.

Topadresse in Europa

Gärtner macht kein Hehl daraus, dass das erneute Engagement bei den Löwen aus sportlicher Sicht natürlich eine extrem reizvolle Aufgabe ist: „Die Rhein-Neckar Löwen sind eine Topadresse im europäischen Handballsport und man bekommt nicht jeden Tag die Chance, in der stärksten Handballliga der Welt zu arbeiten. Der Aufgabenbereich ist im Gegensatz zu meiner früheren Tätigkeit etwas umfangreicher und betrifft ausschließlich die Bundesligamannschaft. Ob es die richtige Entscheidung war, werde ich erst in einem Jahr beantworten können.“

Für die verbleibende Zeit bei den Roten Teufeln hat der scheidende Cheftrainer klare Vorstellungen: „Bis zum 30. Juni werde ich weiter mit Herz und Seele Trainer bei Hard sein und alles geben, um den maximalen Erfolg zu erreichen. In meinem ersten Spiel haben wir
den Supercup gewonnen und nun wäre es perfekt, wenn ich mich mit dem Meistertitel verabschieden könnte.“

Viele Namen, kein Termindruck

Hard-Sportdirektor Thomas Huemer bedauert den Abgang von Gärtner, ist aber überzeugt, dass die frühzeitige Bekanntgabe des Wechsels keine Auswirkungen auf den weiteren Verlauf der Saison haben wird. „Wir hätten den Vertag gerne verlängert, respektieren aber die Entscheidung. Trotz zahlreicher Verletzungen hat er bislang einen sehr guten Job gemacht und wird seiner Linie bis zum Ende treu bleiben.“ Bezüglich des Nachfolgers gibt sich Huemer aktuell bedeckt: „Es gibt aktuell sehr viele Trainer, die eine neue Aufgabe suchen. Wir werden in den nächsten Wochen alle in Frage kommenden Kandidaten prüfen, ob sie unserem Anforderungsprofil entsprechen. Der Alpla HC Hard genießt einen guten Ruf in der Szene und ich bin überzeugt, wir werden ohne Termindruck die richtige Wahl treffen.“

„Ob es die richtige Entscheidung war, werde ich erst in einem Jahr sagen können.“