Sport / 31.01.2020 • 22:44 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Keine Änderung des Spielplans bis 2024 möglich.

Vaduz Was für Fußballer zählt sind die Spiele. Und deren Anzahl hat in den vergangenen Jahren stetig zugenommen. Neben den jeweiligen Meisterschaften haben die Nationalverbände und Ligaorganisationen in vielen Ländern neben dem Cupbewerb noch weitere Spiele eingeschoben. In England beispielsweise spielen die Premier League Clubs nicht nur den FA Cup, sondern auch noch im Ligapokal und im englischen Supercup auf nationaler Ebene mit. Sind die Klubs erfolgreich, kommen da auf jeden Fall noch Champions- oder Europa League hinzu. Und wenn man Liverpool als Musterbeispiel hervornimmt, spielte die Klopp-Elf seit Sommer auch noch im Supercup und an der FIFA Klub WM mit. Ganze 39 Spiele seit Anfang August – in 25 Wochen. Dass es da auch zu Terminkollisionen kommen kann, bekam Liverpool Mitte Dezember am eigenen Leib zu spüren. Am 17. musste das Team im Ligapokal gegen Aston Villa antreten, keine 24 Stunden später in Katar anlässlich der Klub-WM gegen CF Monterrey. Kein Wunder, dass Jürgen Klopp im Ligapokal die zweite Mannschaft auflaufen ließ, anders wäre diese Situation auch logistisch gar nicht zu organisieren gewesen.

Mehr, immer mehr

Und der Weltverband hat noch gar nicht genug. Erst kürzlich wurde beschlossen, die Klub-WM ab 2021 anstatt wie bisher mit acht, mit 24 Mannschaften auszutragen. Das bedeutet nicht nur mehr Spiele, sondern auch eine größere Belastung für die Spieler. Und in der bisherigen Aufzählung sind die fünf Wochen für die Nationalmannschaften noch gar nicht berücksichtigt. Kein Wunder, dass die Spieler auf dem Zahnfleisch gehen und kaum noch Pause haben. „Der Kalender der Spieler ist crazy und auch ich bin der Meinung, dass sie zu oft spielen“, sagte UEFA-Präsident Aleksander Čeferin Anfang dieser Woche anlässlich seines Besuchs in Liechtenstein. Dennoch weiß auch er, dass schnelle Veränderungen nicht möglich sind, denn „bis 2024 steht der Kalender nun. Danach bietet sich die Gelegenheit, in dieser Hinsicht eventuell etwas zu unternehmen“, führte der seit 2016 amtierende UEFA-Präsident aus.