Eishockey: Keine Rechenspiele, Siege müssen her

Sport / 01.02.2020 • 07:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Nur mit einem Sieg gegen Fassa dürfen sich Martuin Grabher Meier und Kollegen noch Chancen auf einen Play-off-Platz ausrechnen. <span class="copyright">Stiplovsek</span>
Nur mit einem Sieg gegen Fassa dürfen sich Martuin Grabher Meier und Kollegen noch Chancen auf einen Play-off-Platz ausrechnen. Stiplovsek

Die VEU und der EHC brauchen für den Einzug ins Play-off Erfolge.

Lustenau Es ist höhere Mathematik gefragt, wenn es in der Alps Hockey League um die Play-off-Qualifikation geht. Laibach, Ritten und Pustertal sind schon fix dabei, auf die restlichen drei Plätze machen sich gleich sechs Mannschaften Hoffnungen. Darunter die VEU Feldkirch und der EHC Lustenau.
„Ich rechne nicht“, sagt Lustenaus Trainer Christian Weber, der heute (19 Uhr) mit seiner Mannschaft gegen Mitkonkurrent Fassa Heimvorteil hat. „Wir müssen auf alle Fälle nach 60 Minuten einen Sieg eingefahren haben. Dann können wir schauen, wie es auf den anderen Plätzen gelaufen ist, ob wir Schützenhilfe bekommen haben.“
Der EHC könnte mit einem Sieg gegen Fassa dem Ländle-Mitbewerber aus Feldkirch Schützenhilfe leisten. Die VEU muss aber in Cortina ebenfalls zuerst einen Erfolg einfahren, um die Play-off-Chance am Leben zu erhalten. „Wir müssen in erster Linie sauf uns schauen, selbst die drei Punkte ins Trockene bringen. Sich auf andere zu verlassen, bringt nichts.“ Im Hinspiel gab es einen 2:0-Sieg der VEU. „Cortina stützt sich auf ein starkes Torhüterduo, tritt in der eigenen Zone robust auf und hat offensiv viel Potenzial. Aber es kommt vor allem auf uns drauf an. Wir werden kein offensives Feuerwerk abbrennen, aber versuchen, aus einer stabilen Abwehr heraus die drei Punkte zu machen.“ Cortina verspielte die vorzeitige Play-off-Qualifikation in der letzten Runde mit einer 3:4-Niederlage in Kitzbühel.

Zünglein an der Waage

Weber war mit dem Auftritt seines EHC in Laibach und dem 3:2-Overtimesieg sehr zufrieden. „Wir brauchten zwei Punkte, das ist uns gelungen.“ Beim Stand von 2:2 wurde kurz überlegt, Torhüter Rene Swette durch einen sechsten Feldspieler zu ersetzen, um den dritten Punkt zu ergattern. „Das Risiko war aber zu groß, hätten wir ein Empty-Net-Tor kassiert, wären wir ganz ohne Punkte geblieben. In der Overtime haben wir dann riskiert, das wurde belohnt.“
Der EC Bregenzerwald muss in Jesenice antreten, könnte auch noch ins Play-off-Geschehen eingreifen. Bei einem Erfolg der Mannen von Markus Juurikkala wäre der Play-off-Zug für die auf Platz sieben liegenden Slowenen abgefahren. „Jesenice wird wie aus der Pistole geschossen kommen“, glaubt der Wälder-Coach. „Wir müssen diesem Druck standhalten, so lange es geht und auf unsere Chancen lauern. Eine stabile Verteidigung und eine Topleistung im Tor sind hier sicher spielentscheidend.“