Dortmund im Haaland-Rausch

Sport / 02.02.2020 • 20:20 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Er ist einfach nicht zu stoppen: BVB-Neuzugang Erling Haaland, der auch gegen Union Berlin doppelt traf.AFP
Er ist einfach nicht zu stoppen: BVB-Neuzugang Erling Haaland, der auch gegen Union Berlin doppelt traf.AFP

Der BVB-Neuzugang erzielt in den ersten drei Spielen sieben Treffer aus acht Torschüssen.

Dortmund Als Erling Haaland den Rasen verließ, bebte das Stadion. Den erneut berauschenden Auftritt des erst 19 Jahre alten Dortmunder Neuzugangs, der auch beim 5:0 über Union Berlin doppelt traf, würdigten die Fans bei seiner Auswechslung mit Ovationen. Die unglaubliche und in der Bundesliga bisher unerreichte Quote von sieben Toren in den ersten drei Spielen hinterließ bei allen Beteiligten mächtig Eindruck – selbst beim Gegner. „Er ist ein Mix aus Lewandowski und Aubameyang. Und das ist ein ganz großes Kompliment“, kommentierte der ehemalige BVB-Profi Neven Subotic.

Die norwegische „Naturgewalt“ hat den Revierclub nach durchwachsener Hinrunde zu neuem Leben erweckt. Wie schon in Augsburg (5:3) und gegen Köln (5:1) erzielte das Team von Trainer Lucien Favre auch gegen den Aufsteiger aus Berlin fünf Treffer. Dass Haaland fast für die Hälfte dieser Tore sorgte, bestätigte Sportdirektor Michael Zorc in seiner Entscheidung: „Das kann man sich nicht besser vorstellen. Erling ist eine ganz besondere Kombination aus körperlicher Robustheit, feiner Technik und ungeheurem Speed.“

Mehr geht immer

Es dürfte die Titelhoffnungen der Borussia zusätzlich schüren, dass Haaland für sich selbst sogar noch Luft nach oben sieht. „Ich bin noch nicht bei 100 Prozent. Ich muss noch fitter werden“, bekannte der ehemalige Salzburger. Die vielen Fragen nach seinen sieben Treffern bei nur acht Torschüssen beantwortete er mit einem schelmischen Lächeln. „Ich bin nicht überrascht. Es waren doch nur sieben“, scherzte er.

Unter anderem dank des Ex-Salzburgers setzte der Tabellendritte seine Aufholjagd fort. Der Abstand zum Herbstmeister RB Leipzig hat sich in der kurzen Zeit seit der Winterpause von sieben auf zwei Zähler verkürzt. Und auch der um drei Zähler bessere FC Bayern liegt noch in Schlagdistanz. „Der Trend bei uns ist definitiv positiv“, befand Spielmacher Julian Brandt.

Beste Rückrunde in sieben Jahren

Erstmals seit sieben Jahren startet der BVB mit drei Siegen in die Rückrunde. Doch alle Beteiligten scheinen gut beraten, den famosen Rückrundenstart nicht überzubewerten. „Ich hoffe, dass wir uns Schwung geholt haben. Aber wir wissen auch, dass wir jetzt auf Mannschaften mit mehr Qualität treffen“, warnte Kapitän Reus mit Verweis auf das vergleichsweise leichte Programm zum Rückrundenstart. Bereits am Dienstag im Pokal-Achtelfinale bei Werder Bremen rechnet Kehl mit „erheblich mehr Gegenwehr“.