Dreßen beendete eine lange Durststrecke

Sport / 02.02.2020 • 19:58 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Vierter Weltcupsieg für Thomas Dreßen, es ist der erste deutsche Abfahrtssieg in Garmisch seit Markus Wasmeier 1992.apa
Vierter Weltcupsieg für Thomas Dreßen, es ist der erste deutsche Abfahrtssieg in Garmisch seit Markus Wasmeier 1992.apa

Der Deutsche gewann die Abfahrt in Garmisch, Kriechmayr Vierter.

Garmisch Die Abfahrer sind im Ski-Weltcup derzeit daheim eine Macht. Thomas Dreßen setzte mit dem Erfolg am Samstag in Garmisch-Partenkirchen eine von Dominik Paris in Bormio gestartete Serie fort. Der Deutsche gewann vor dem Norweger Aleksander Aamodt Kilde (0,16 Sek.), dem Franzosen Johan Clarey (0,17) und dem Oberösterreicher Vincent Kriechmayr (0,26). Für Dreßen war es der vierte Weltcuperfolg seiner Karriere, der zweite in diesem Winter nach dem Sieg in seinem Comeback-Rennen nach Kreuzbandriss in Lake Louise. „Ich habe probiert, mich von Anfang an auf die Basics zu konzentrieren, meinen Ski zu laufen lassen und einfach Spaß zu haben. Ich habe schon geschwitzt, als Beat und Vincent runter gefahren sind. Für mich war es schon überraschend, dass die beiden hinter mir waren“, sagte Dreßen.

Erster Heimsieg seit 1992

Der mit Nummer eins gestartete Lokalmatador sorgte für den ersten deutschen Abfahrts-Sieg auf der Kandahar seit Markus Wasmeier 1992. „Brutal, dass das schon so lange her ist. Ein Traum, dass das heute so aufgegangen ist, das hätte ich mir nicht gedacht, dass nach Kitzbühel die Antwort gleich so schnell kommt, das freut mich extrem“, sagte der 26. zuletzt auf der Streif. Er setzte die vor dem Jahreswechsel begonnene Heim-Serie der Abfahrer in diesem Winter fort. Der mittlerweile mit einem Kreuzbandriss fehlende Paris hatte beide Abfahrten in Bormio gewonnen, daraufhin Beat Feuz in Wengen, Mayer in Kitzbühel und nun folgte Dreßen in Garmisch.

Kriechmayr lag am Samstag auf der verkürzten, auf der Damenstrecke ausgetragenen Abfahrt bei der letzten Zwischenzeit noch voran, erwischte aber wie so viele die letzte Passage nicht optimal. „Mich nervt, dass ich heute nicht am Podest stehe, aber ich bin ein bisschen müde geworden, weil ich in den Kurven immer wieder nachdrücken habe müssen und das geht auf den Oberschenkel“, sagte der Oberösterreicher. Max Franz, der mit Startnummer zwei in das Rennen gegangen war – Nummern in den zehn waren kein Nachteil – musste sich als zweitbester Österreicher mit dem neunten Platz (0,52) zufriedengeben.

„Mich nervt, dass ich nicht am Podest stehe. aber ich bin ein bisschen müde geworden.“

SKI-weltcup

Herrenabfahrt Garmisch

1. Thomas Dreßen (GER) 1:39,31 Min.

2. A. Aamodt Kilde (NOR)  1:39,47 +0,16

3. Johan Clarey (FRA)  1:39,48 +0,17

4. Vincent Kriechmayr (AUT) 1:39,57 +0,26

5. Travis Ganong (USA)  1:39,58 +0,27

6. Beat Feuz (SUI)   1:39,66 +0,35

7. Niels Hintermann (SUI)  1:39,70 +0,39

8. Kjetil Jansrud (NOR)   1:39,80 +0,49

9. Max Franz (AUT)   1:39,83 +0,52

10. Emanuele Buzzi (ITA)   1:39,85 +0,54

11. Carlo Janka (SUI)  1:39,86 +0,55

12. Josef Ferstl (GER)  1:39,96 +0,65

Ryan Cochran-Siegle (USA) 1:39,96 +0,65

14. Andreas Sander (GER)   1:40,03 +0,72

15. Christof Innerhofer (ITA)   1:40,14 +0,83

16. Daniel Danklmaier (AUT) 1:40,25 +0,94

17. Mauro Caviezel (SUI)  1:40,28 +0,97

Dominik Schwaiger (GER) 1:40,28 +0,97

19. Romed Baumann (GER) 1:40,29 +0,98

21. Otmar Striedinger (AUT) 1:40,39 +1,08

34. Christian Walder (AUT) 1:41,22 +1,91

42. Johannes Kröll (AUT)   1:41,66 +2,35

44. Stefan Babinsky (AUT)  1:42,01 +2,70