Nur über Umwege geht es ins Play-off

Sport / 02.02.2020 • 22:18 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
David König und Frederik Rasmussen jubeln über die 1:0-Führung gegen Fassa.Stiplovsek
David König und Frederik Rasmussen jubeln über die 1:0-Führung gegen Fassa.Stiplovsek

EHC bekommt für die Quali-Runde vier, Feldkirch drei Punkte.

Lustenau Die Vorarlberger Klubs müssen sich in der Alps Hockey League über die Qualifikationsgruppen für einen Platz im Play-off empfehlen. Dem EHC Lustenau fehlte die notwendige fremde Schützenhilfe, auch ein 7:2-Erfolg gegen Fassa brachte Max Wilfan und Kollegen nach dem Grunddurchgang nur auf Platz sieben. Die VEU schloss auf Rang zehn ab, lag in Cortina bis am Ende im Play-off-Rennen. Weil drei Punkte gegen die Italiener Voraussetzung waren, riskierte Michael Lampert beim Stand von 1:1, ersetzte in der 58. Minute Torhüter Alex Caffi zugunsten eines sechsten Feldspielers. Der Mut wurde nicht belohnt, Cortina brachte den Puck zweimal im Tor der Feldkircher unter und gewann 3:1. „Es war ein gutes Spiel von uns“, resümierte Lampert. „Wir haben nur einen Gegentreffer kassiert, die Abwehrarbeit hat gepasst. Leider konnten wir die Überzahlmöglichkeiten im letzten Drittel nicht nutzen.“ Cortina legte die 1:0-Führung (14.) durch Remy Giftopoulos vor, Jennes glich nach nur sieben Sekunden im Mitteldrittel aus. Lampert: „Nun sind wir in der Qualifikation in einer sehr interessanten Gruppe.“

Lustenau rückte in der Tabelle zwar auf Platz sieben vor, weil aber Jesenice und Asiago zuerst mit schnellen Führungstoren und am Ende mit klaren Siegen dastanden kam man am letzten Abend des Grunddurchgangs nie in die Play-off-Zone. „Wir haben gewusst, dass die anderen für uns spielen müssen, das war nicht der Fall. Schade“, bedauerte Trainer Christian Weber. „Es war vor allem wichtig, dass wir spielerisch wieder dorthin kommen, wo wir einmal gewesen sind.“

Es geht um den Titel

Der EHC nahm gegen Fassa das Heft in die Hand, führte nach Treffern von David König (9.), Dominic Haberl (10.), Frederik Rasmussen (23./PP) und Colin Long (38.) mit 4:0. Die Ladiner gaben sich aber nie geschlagen, verkürzten durch Edoardo Caletti (40.) und Linus Lundström (53.) auf 1:4 und 2:5, Daniel Stefan (42.), Chris D‘Alvise (56.) und nochmals Haberl (60.) machten das 7:2 perfekt. Weber: „Jetzt konzentrieren wir uns auf das erste Finalspiel am Donnerstag zu Hause gegen Salzburg. Dann reden wir über die AHL.“

Der tapfere Kampf des EC Bregenzerwald in Jesenice blieb unbelohnt, nach 60 Minuten stand ein 0:7. Panu Hyyppä bekam einen Puck ins Gesicht, musste im örtlichen Krankenhaus mit sieben Stichen an der Lippe genäht werden. VN-ko