Starke Serie von Stefan Kraft hält an

Sport / 02.02.2020 • 19:53 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Stefan Kraft segelte in Sapporo auf den ersten Rang und setzte damit seine gute Serie seit dem Ende der Vierschanzentournee fort.AFP
Stefan Kraft segelte in Sapporo auf den ersten Rang und setzte damit seine gute Serie seit dem Ende der Vierschanzentournee fort.AFP

In Sapporo baut er die Gesamtweltcup-Führung aus.

Sapporo Stefan Kraft hat seinen aktuell starken Lauf mit seinem zweiten Saisonsieg fortgesetzt und die Führung im Weltcup ausgebaut. Nach Platz zwei am Samstag segelte er in Sapporo mit zwei 139-m-Sprüngen zum Erfolg vor dem Deutschen Stephan Leyhe und Japans Lokalmatador Ryoyu Kobayashi. „Das war mein bester Wettkampf in diesem Winter“, strahlte Kraft.

Sapporo als geliebte Schanze

In der Gesamtwertung vergrößerte der Salzburger seinen Vorsprung auf den Deutschen Karl Geiger, der Fünfter wurde, auf 63 Punkte. „Ich liebe diese Schanze. Ich habe perfekte Sprünge, aber auch ein bisschen Glück gehabt“, erklärte Kraft angesichts der wechselhaften Windverhältnisse. Die Kraft-Gala konnte auch Leyhe nicht mehr verhindern, der im zweiten Durchgang mit 142 Metern Tageshöchstweite markierte. Am Ende hatte der Deutsche 21,1 Punkte Rückstand.

„Es tut unserem Team wieder einmal gut, die Hymne zu hören“, meinte Kraft, dessen ÖSV-Kollegen sich auf den Plätzen acht (Michael Hayböck), 14 (Daniel Huber) und 24 (Jan Hörl) wiederfanden. Gregor Schlierenzauer schaffte es als 37. nicht in den zweiten Durchgang.

„Man muss das genießen, das passiert nicht jeden Tag“, meinte der 26-Jährige, der schließlich auch schon Saisonen ohne Weltcupsieg hinter sich hat. Dass 2019/20 der Weg zum Gesamttriumph so wie bei seinem bisher einzigen 2016/17 aber über ihn führt, hat Kraft am Sonntag bewiesen. Vierschanzen-Gewinner Dawid Kubacki, am Sonntag Sechster und damit erstmals nach elf Springen en suite nicht am Stockerl, liegt 139 Punkte hinter Kraft, Kobayashi 156. Kamil Stoch weist bereits 450 Zähler Rückstand auf.

In Willingen geht es weiter

Kraft darf dank seines zweiten Saisonsiegs nach dem Erfolg in Nischnij Tagil am 8. Dezember jedenfalls mit viel Selbstvertrauen zu den Springen in Willingen am kommenden Wochenende anreisen. Auch wenn er die Nachwehen der misslungenen Quali-Landung in Zakopane noch spürt. „Ich merke mein Gestell, mein linkes Gesäß von Zakopane. Das spür‘ ich schon noch ein bisschen. Es ist aber gut therapiert worden“, versicherte Kraft. „Ich freue mich richtig auf Willingen.“