Dopingprozess verschoben

Sport / 03.02.2020 • 18:44 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Trotz großem Druck lieferte Patrick Mahomes, der Quarterback der Kansas City Chiefs, ein perfektes Final-Comeback ab.aFp/2, ap
Trotz großem Druck lieferte Patrick Mahomes, der Quarterback der Kansas City Chiefs, ein perfektes Final-Comeback ab.aFp/2, ap

Innsbruck Der Prozess gegen den ehemaligen Radprofi Stefan Denifl in Innsbruck ist auf unbestimmte Zeit vertagt worden. Der Verteidiger hatte die Einvernahme von Zeugen beantragt. Der 32-jährige Tiroler muss sich wegen des Verbrechens des gewerbsmäßigen schweren Sportbetrugs verantworten. Er soll zwischen 2014 und 2018 Blutdoping betrieben haben. Jene Personen, die die Teamverträge mit Denifl abgeschlossen hatten, sollen nun als Zeugen einvernommen werden. Um zu erfahren, ob sie die Verträge auch abgeschlossen hätten, wenn sie gewusst hätten, dass der Angeklagte dopt. Zudem soll geklärt werden, ob durch das Verhalten des ehemaligen Radprofis überhaupt ein Schaden entstanden ist, denn die Teams als angeblich Geschädigte hätten keine Anzeige erstattet, monierte der Verteidiger. Der Tiroler selbst gab zwar zu, mit Hilfe des deutschen Sportarztes Mark S. Blutdoping betrieben zu haben, er bestritt aber, jemanden betrogen zu haben. Im Profiradsport würden Leistungen verlangt werden, die normal nicht mehr möglich seien, fügte er hinzu. Er habe nach seiner Knieverletzung mit dem Doping begonnen.