Zweite Chance nützen

Sport / 03.02.2020 • 18:49 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Im engen Rennen um das Viertelfinale sind die Bulldogs – wie hier Simeon Schwinger – voll mit dabei.gepa
Im engen Rennen um das Viertelfinale sind die Bulldogs – wie hier Simeon Schwinger – voll mit dabei.gepa

Bulldogs machen es spannend. Viertelfinale ist das große Ziel der Dornbirner.

Dornbirn „Noch ist gar nichts erreicht“, blieb Emilio Romig nach dem Znojmo-Erfolg realistisch und ergänzte: „Verlieren wir die nächsten acht Spiele, dann spricht keiner mehr von diesem Start in die Qualifikation.“ Denn die Erfolge gegen die tschechischen und blauweißen Adler halten die Bulldogs im Rennen um ein Viertelfinalticket. So ist beispielsweise der Vorsprung von Quali-Leader Villach auf die Messestädter nach zwei Spielen von acht auf fünf Punkte geschmolzen.

Wegen der Nationalteampause geht es für Dornbirn erst am 11. Februar mit dem Westderby in Innsbruck weiter. Grund genug, um den Spielern etwas Verschnaufpause zu gewähren. „Ab Freitag wird wieder trainiert, bis dahin können die Jungs tun und lassen was sie wollen“, erklärte Coach Kai Suikkanen. Der 60-Jährige scheint das Kunststück geschafft zu haben, dass der Grunddurchgangsletzte genau jetzt sein bestes Hockey zeigt. Besonders die Defensive zeigt sich nicht mehr so fehleranfällig, und Goalie Juha Järvenpää rührte in den letzten beiden Matches Beton an. „Wir gewinnen die Spieler über unsere Verteidigungsarbeit. Zudem war der Kampfgeist in beiden Spielen großartig.“

Manager hofft

Das alleine wird aber nicht reichen, um doch noch den Sprung unter die letzten Acht zu schaffen. „Wir wissen, dass wir einen Scorer brauchen“, betonte DEC-Manager Alexander Kutzer. Ob das zwangsläufig jemand von einem anderen Team sein wird, ist jedoch offen. Die vorzeitige Rückkehr des verletzten William Rapuzzi steht im Raum. „Der Gips ist schon weg. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass er noch fit wird. Das wäre schon ein kleines Wunder“, so Kutzer. Zumindest ins Training ist der Amerikaner wieder eingestiegen, und offenbar scheint der 29-Jährige wild entschlossen zu sein, seinen Kollegen doch noch zu helfen. Wie wertvoll ein Comeback wäre, zeigt der Blick auf die Statistik. Rapuzzi spielte am 1. Jänner sein letztes Spiel. Er führt mit 15 Treffern aber immer noch die interne Torschützenliste an. Zudem darf auch über einen weiteren Rückkehrer spekuliert werden: Rasmus Rinne. Anfang November fiel der Stammgoalie verletzt aus, er absolvierte Mitte Jänner seine ersten Trainingseinheiten und dürfte nach der Nationalteampause wieder fit sein.

Offen bleibt auch, wie es mit Coach Suikkanen in der Messestadt weitergeht. „Wir wünschen uns natürlich einen ähnlich guten Trainer für die nächste Saison. Momentan ist er aber vollkommen auf die Zwischenrunde fokussiert, da ist kein Platz für Vertragsverhandlungen“, gibt sich der Dornbirn-Manager doppelt zugeknöpft. ABR

„Wir wünschen uns natürlich einen ähnlich guten Trainer für die nächste Saison.“