„Der Spaß am Fußball ist wieder zurück“

Sport / 04.02.2020 • 18:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Mit drei Treffern in zwei Testspielen hat sich Lukas Katnik bestens ins Austria-Team eingefügt. VN-Stiplovsek
Mit drei Treffern in zwei Testspielen hat sich Lukas Katnik bestens ins Austria-Team eingefügt. VN-Stiplovsek

Austrias Lukas Katnik und das besondere Wiedersehen.

Lustenau Am Freitag (15 Uhr) startet die Austria in das Frühjahr und für einen ist es ein ganz besonderer Tag. Denn der Neo-Lustenauer Lukas Katnik trifft dabei im Viertelfinale des ÖFB-Uniqa-Cups ausgerechnet auf seinen Ex-Verein WSG Tirol. Und da will er vor allem das machen, wofür ihn die Grün-Weißen vom Rhein geholt haben: Tore schießen. „Schon ein komisches Gefühl“, gibt der 30-Jährige, der in Weiler heimisch geworden ist, zu. „Immerhin habe ich vor zwei Wochen noch in Wattens trainiert.“ Danach ist alles sehr schnell gegangen und Katnik ist froh darüber. Denn das letzte halbe Jahr war für den Stürmer kein leichtes. Bei Tirol-Trainer Thomas Silberberger hatte er einen schweren Stand, kam kaum einmal zu Einsatzminuten. So gesehen ist seine „Flucht“ in die Heimat befreiend. Der Vorarlberger sprüht vor Spielfreude, die auch im Gespräch mit ihm schnell zum Ausdruck kommt. „Der Spaß am Fußball ist zurück“, sagt er.

Dass es nun in seinem ersten Bewerbsspiel für die Austria gegen seinen Ex-Klub geht, entbehrt nicht einer gewissen Ironie. Dass er die Chance an eine Überraschung andenkt, ist nicht von der Hand zu weisen. „In Sachen Erfahrung haben sie uns vielleicht etwas voraus, aber spielerisch sind wir auf Augenhöhe“, ist Katnik überzeugt. Dass die Tiroler erst am Donnerstag aus dem Trainingslager in Spanien zurückkehren, sieht er zudem als kleinen Vorteil für sein Team – denn: „Sie müssen sich dann erst akklimatisieren.“

Katnik verrät zudem: Einen ersten Austausch mit Trainer Roman Mählich bezüglich seines Ex-Klubs habe es schon gegeben. Zudem wolle er noch mehr Informationen sammeln. Auch wenn er von seinem besten Kumpel aus Wattener Zeit, Benjamin Pranter (30), für dieses Spiel wohl keine Geheimnisse ausgeplaudert bekommen wird.

Drei wichtige Säulen

Für Austria-Vorstandssprecher Bernd Bösch gibt es neben dem Cupspiel („Favorit sind wir sicher nicht, aber das Gefühl, es könnte was gehen, ist da“) noch zwei weitere wichtige Komponenten. Zum einen der bevorstehende Liga-Rückrundenstart mit dem Derby gegen den FC Dornbirn am 21. Februar (19.10 Uhr). „Viele sprechen schon von dem Spiel. Wohl auch, weil der 3:1-Sieg vom Herbst in Dornbirn und auch die Stimmung von der Birkenwiese noch in bester Erinnerung ist.“ Zum anderen die Lizenzabgabe. Da wartet man auf die Entscheidung des BL-Aufsichtsrats, der den Neubaubeschluss des Planet-Pure-Stadions absegnen muss. VN-cha