Hütters Elf gewinnt Pokalfight

Sport / 04.02.2020 • 22:55 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Intensiv waren die Zweikämpfe während der 90 Minuten. Im Bild Frankfurts Martin Hinteregger (rechts) als Sieger gegen Marcel Halstenberg.ap
Intensiv waren die Zweikämpfe während der 90 Minuten. Im Bild Frankfurts Martin Hinteregger (rechts) als Sieger gegen Marcel Halstenberg.ap

Frankfurt steht nach 3:1-Heimsieg über Leipzig im Viertelfinale, Cup-Aus für den BVB.

Frankfurt Timo Werner schaute fassungslos auf den Rasen, Julian Nagelsmann nahm angefressen einen Schluck aus seiner Wasserflasche: RB Leipzig hat die erste Titelchance der Saison verspielt und geht schwer angeschlagen in das Bundesliga-Topspiel beim FC Bayern. Der Vorjahresfinalist verlor im Achtelfinale des DFB-Pokals mit 1:3 bei Eintracht Frankfurt – für die weitgehend harmlosen Leipziger war es vor dem Gipfeltreffen in München am Sonntag schon das dritte sieglose Spiel in Folge.

„Das ist natürlich enttäuschend“, sagte Leipzigs Neuzugang Dani Olmo, dessen Tor in der 69. Minute zu spät kam. „Wir müssen weitermachen, wir haben noch viele Spiele und Wettbewerbe. Was der Trainer uns gesagt hat, bleibt unter uns. Für das Bayern-Spiel ist es hart.“ Trainer Nagelsmann sagte kurz angebunden bei Sport1: „Gegen die Bayern ist es wieder was anderes. Die werden nicht so tief verteidigen, nehme ich an.“ André Silva und Filip Kostic (2) schossen die Tore für effektive Hessen, deren Fans nach dem Pokalsieg 2018 schon vom nächsten Coup träumen. „Das war nicht leicht, ein hochintensives Spiel von beiden Seiten“, sagte Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic. „Das war ein Fight.“

Beide Teams waren erst vor zehn Tagen in der Liga aufeinandergetroffen, da gewann die Eintracht mit 2:0. Entsprechend motiviert begannen die am Wochenende als Tabellenführer abgelösten Gäste. Einen erst nach Einsatz des Videobeweises gegebenen Elfmeter verwandelte Silva zur Führung. Der Portugiese spielte für den nach einem Magen-Darm-Infekt geschwächten Bas Dost von Beginn an. Auf Neuzugang Stefan Ilsanker musste Trainer Adi Hütter dagegen verzichten – eine Vertragsklausel verhinderte den Einsatz des am Freitag von Leipzig nach Frankfurt gewechselten Österreichers. Die Nagelsmann-Elf spielte zu statisch, leistete sich mehrere Fehlpässe und blieb hinten anfällig. Seinen Verzicht auf Toptorjäger Werner in der Startelf hatte Nagelsmann vor der Partie mit der Eintracht-Taktik begründet. „Frankfurt hat sich extrem auf Werner eingestellt“, sagte der Trainer bei Sport1. Der deutsche Nationalspieler kam erst in der 61. Minute aufs Feld. Die Eintracht blieb effektiv und gewann verdient.

„Wir haben ein besseres Spiel gemacht als vor zehn Tagen, besonders in der ersten Halbzeit.“

Intensiv waren die Zweikämpfe während der 90 Minuten. Im Bild Frankfurts Martin Hinteregger (rechts) als Sieger gegen Marcel Halstenberg.ap
Intensiv waren die Zweikämpfe während der 90 Minuten. Im Bild Frankfurts Martin Hinteregger (rechts) als Sieger gegen Marcel Halstenberg.ap

Fußball

DFB-Pokal

Achtelfinale

Eintracht Frankfurt – RB Leipzig 3:1 (1:0)

47.400 Zuschauer, Torfolge: 17. 1:0 Andre Silva (Handelfmeter nach Videobeweis), 51. 2:0 Kostic, 69. 2:1 Dani Olmo, 90./+ 5 3:1 Kostic

Trainer bei Frankfurt ist Adi Hütter. Martin Hinteregger spielte durch, Neuerwerbung Stefan Ilsanker stand noch nicht im Kader. Bei Leipzig spielte Marcel Sabitzer durch, Konrad Laimer wurde in der 61. Minute ausgewechselt und Hannes Wolf saß auf der Ersatzbank.

1. FC Kaiserslautern – Fortuna Düsseldorf 2:5 (2:1)

35.340 Zuschauer, Torfolge: 9. 0:1 Ampomah, 10. 1:1 Kühlwetter, 39. 2:1 Kühlwetter (Foulelfmeter), 49. 2:2 Hennings, 65. 2:3 Matthias Zimmermann, 78. 2:4 Hennings, 83. 2:5 Stöger

Bei Düsseldorf fehlte der verletzte Markus Suttner, dafür erzielte der zur Pause eingewechselte Kevin Stöger per Kopf den 5:2-Endstand.

FC Schalke 04 – Hertha BSC bei Redaktionsschluss im Gange

50.000 Zuschauer. Torfolge: 12. 0:1 Köpke, 39. 0:2 Piatek, 76. 1:2 Caligiuri, 82. 2:2 Harit

Bei Schalke spielten Alessandro Schöpf und Michael Gregoritsch durch, Guido Burgstaller saß auf der Ersatzbank, wie auch Torhüter Michael Langer.

SV Werder Bremen – Borussia Dortmund 3:2 (2:0)

42.100 Zuschauer (ausverkauft). Torfolge: 16. 1:0 Selke, 30. 2:0 Bittencourt, 67. 2:1 Haaland, 70. 3:1 Rashica, 78. 3:2 Reyna

Bei Bremen war Marco Friedl über 90 Minuten im Einsatz.

Bayer 04 Leverkusen – VfB Stuttgart heute

SC Verl – 1. FC Union Berlin heute

FC Bayern München – 1899 Hoffenheim heute

1. FC Saarbrücken – Karlsruher SC heute

DFB-Pokal im TV, heute

Sky Sport, live ab 18 Uhr: Verl vs Union Berlin und Leverkusen vs Stuttgart

ARD, live ab 20.15 Uhr: FC Bayern vs Hoffenheim

ServusTV, live ab 20.15 Uhr: FC Bayern vs Hoffenheim

Sky Sport, live ab 20.30 Uhr: FC Bayern vs Hoffenheim und Saarbrücken vs KSC