Hütter verhilft Ilsanker zum Startelf-Debüt

Sport / 06.02.2020 • 21:45 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Stefan Ilsanker freut sich auf das erste Heimspiel. HÜBNER

Frankfurt will den Lauf fortsetzen und der Trainer (49) hofft auf ein verfrühtes Geburtstagsgeschenk.

Frankfurt/Main Adi Hütters Frankfurter treffen am Freitag (20.30 Uhr/DAZN) zum Auftakt der 21. Runde der deutschen Fußballbundesliga zuhause auf Augsburg. Drei Tage nach dem Cup-Achtelfinaltriumph über Leipzig will Salzburgs Europa-League-Gegner in der Meisterschaft nachlegen und die gute Form des neuen Kalenderjahres unter Beweis stellen. Neben Martin Hinteregger könnte Stefan Ilsanker sein Startelfdebüt geben.

Tennisbälle und Idioten

Der von RB Leipzig an den Main gewechselte 30-jährige ÖFB-Teamverteidiger hatte vor zwei Jahren Eintracht-Fans als „Vollidioten“ beschimpft – damals waren Tennisbälle als Protest gegen den Montagstermin auf das Feld geflogen. Dennoch erwartet Hütter, dass die eigenen Fans ihn beim ersten Heimauftritt gut empfangen werden. „Er ist ein Spieler, der sein Wort sagt“, sagte er. „Die Fans werden auch etwas verzeihen können.“ Ilsanker selbst war bereits am Mittwoch auf die Anhänger zugegangen und hatte erklärt: „Die Fans waren ein wichtiger Faktor für den Wechsel.“

„Er ist ein Spieler, der sein Wort sagt. Die Fans werden auch etwas verzeihen können.“

Adi Hütter, Trainer Eintracht Frankfurt


Die Frankfurter, die Ende Dezember nur drei Punkte von den Abstiegsrängen entfernt waren, sind seit der Winterpause ohne Niederlage und gewannen drei ihrer vier Pflichtspiele. „Wir sind 2020 ungeschlagen. Wenn wir morgen einen dreckigen Sieg landen, bin ich auch zufrieden“, meinte Hütter.

Eintracht-Trainer Adi Hütter, der am 11. Februar seinen 50. Geburtstag feiert, wird heute wohl Stefan Ilsanker zu seinem Startelfdebüt verhelfen. <span class="copyright">Hübner</span>
Eintracht-Trainer Adi Hütter, der am 11. Februar seinen 50. Geburtstag feiert, wird heute wohl Stefan Ilsanker zu seinem Startelfdebüt verhelfen. Hübner

Heimbilanz aufpolieren

Die Bilanz spricht gegen die Hessen: In sieben BL-Heimspielen gegen die Fuggerstädter gelangen der Eintracht nur zwei Siege. Das soll sich ändern. „Wir wollen Revanche nehmen und mal einen Sieg gegen Augsburg einfahren“, sagte Hütter, der die letzten zwei Spiele zu Hause gegen den FCA verlor: „Augsburg spielt eine tolle Saison und steht einen Punkt vor uns. Wir haben also die Möglichkeit, sie in der Tabelle zu überholen, dazu müssen wir den Schwung mitnehmen.“
Auf jeden Fall verzichten muss Hütter auf Stürmer Bas Dost, der sich von einer Magen-Darm-Erkrankung erholt. Zudem habe er einige angeschlagene Spieler aus dem Pokalspiel. „Ich muss mich bei jedem Einzelnen erkundigen“, sagte der 49-Jährige. Augsburg-Coach Martin Schmidt kann voraussichtlich wieder auf Alfred Finnbogason setzen, der sich wöchentlich steigert und nach seinem Comeback in Berlin „auf mehr drängt“.